Okt 232012
 

Eigentlich war es zu erwarten, aber dennoch ist es ärgerlich: EA bestätigt mit der Veröffentlichung der aktualisierten Privacy-Regeln, dass EA Spiele auf der Wii U mindestens für die Nutzung der Onlinefunktionen einen Origin-Account benötigen.

Onlinepässe, Originpflicht. Auch Konsolen-Spieler kennen den sich immer mehr einschleichenden Zwang Bestandteile von Spielen oder gar ganze Spiele an Accounts binden zu müssen, um überhaupt spielen zu können. Die Wii U bildet mit der heutigen Nachricht da leider keine positive Ausnahme. Zwar ist nur für EA-Spiele die Origin-Pflicht bestätigt, aber durch diesen Schritt lässt sich vermuten, dass andere Publisher nachziehen werden und im Mindesten Onlinepässe auch auf der Wii U als zusätzlicher Beipackzettel den Spielen beiliegen werden.

EA verlangt demnach ab demnächst von Wii U Spielern, damit die Onlinefunktion ihrer Spiele genutzt werden können, die Einwilligung der Übertragung von folgenden Informationen: Emailadresse, Mii Informationen (was auch immer das exakt bedeutet), Freundeslisten, Land, Sprache und Geburtstag. Immerhin werden (noch) keine Kreditkarten- und/oder Kontodaten benötigt. Dennoch stellt sich immer wieder die Frage, was man mit diesen Daten alles so tolles anfangen kann, außer diese halt zu sammeln.

Fiktiver Dialog auf dem EA-Pausenhof: „Ich tausche den nerdigen Wii U Nutzer mit nur einem Freund aus Deutschland gegen deinen Wii U Nutzer mit den 1500 Freunden aus den USA.“ -„Och nö, den Deutschen hab ich schon 10.000 mal.“

Achja, und EA möchte zudem noch die Nintendo Network ID wissen, was mit der bestätigten Wiedereinführung der nicht allzusehr geliebten Wii Freundescodes in Zusammenhang gebracht wird, nun eben vielleicht unter einem anderen Namen.

So oder so, die Gängelung von Spielern, die sich ihre Sachen brav gekauft haben, geht auch in der folgenden Generation weiter, allen Kritiken zum Trotz.

(via GameSpot.au)