Apr 182013
 

Ach was waren das für Zeiten, als die Wii auf dem Markt kam und dank Bewegungssteuerung für ordentlich Wind in der Branche sorgte! Es dauerte nicht lange, und Microsoft sowie Sony sind mit ihren Bewegungssteuerungssystemen (tolles Wort!) auf den Markt gekommen. Weil Bewegungssteuerung war DAS nächste, große Ding!

Und jetzt?

Jetzt habe ich das Gefühl, dass nicht wirklich mehr ein Hahn danach kräht. Sicher gibts für das eine oder andere Genre – ich denke da an Tanz- und Partyspiele – noch eine gewisse Berechtigung für Motion Control – aber sonst? Bei der Vorstellung der PlayStation 4 hat man das Thema nichtmal erwähnt und auch was die Gerüchte zur nächsten Xbox betreffen, ist Bewegungssteuerung eher zum Randthema verkommen. Sicher wird Kinect künftig besser auflösen – aber damit holt man wohl nicht mehr viele hinter dem Ofen hervor.

Und jetzt kommt das Beste an der ganzen Geschichte: GUT SO! Die Entwickler haben endlich erkannt, dass es keinen Sinn macht, „überall“ die Steuerung über Bewegungen einzubauen. Und das ist mehr als erfreulich! Wie oft habe ich mich damals beim Wii-Spielen über schlichtweg bescheuertes und unpräzises Herumfuchteln geärgert, wo doch der Druck auf einen Button viel mehr Sinn gemacht hatte. Oder um es mit den Worten von Patrick Bach (DICE) zu sagen, der gerade an Battlefield 4 arbeitet:

We are not interested in things that don’t make the game better. There are a lot of gimmicks — people throwing money at us — ‘can you implement support for this quirky control thing’. No, it doesn’t make the game better.

Er vergleicht die Bewegungssteuerung auch mit der Steuerung via Touchscreen. Beides kann funktionieren; beide können allerdings auch nur eine reine „Gimmick-Funktion“ haben und somit eher ärgerlich sein. Der Mann hat recht!

Was wird aber das nächste große Ding im Videospielsektor werden? Vielleicht Virtual-Reality-Brillen wie die Oculus Rift? Bei derartigen Brillen gibt es zwar noch einige Probleme zu lösen, doch Michael Abrash von Valve meint, dass die Technologie bereits kurz vor dem Durchbruch stehe. Und wenn ich mir diese 90-jährige Frau ansehe, die das erste Mal die Oculus Rift ausprobiert, dann denke ich mir: Ja, er könnte recht haben!