Sep 042013
 

Diese Meldung ist schon ein starkes Stück! Microsoft hatte die Chance, Heavy Rain zu veröffentlichen, allerdings war ihnen das Thema Kindesentführung zu heiß. Microsoft befürchtete, das könne letztendlich einen Skandal auslösen.

Dann doch lieber ein paar weitere Shooter und Metzelspiele, oder?

David Cage im Wortlaut:

They got scared by the fact that Heavy Rain was about kids being kidnapped, and they said, ‚This is an issue, we want to change it‘. Well, we could have kidnapped cats, it would be a different experience! For me, that was a very interesting signal. It was like, you know what, I don’t think we can work together, because you don’t understand what I [want] to achieve here. They were scared of the scandal and scared of what people may write and what people may think. ‚Oh, this is a developer and the publisher making games about a child getting kidnapped‘.

Das ist doch sehr bezeichnend für den aktuellen Zustand der Spieleindustrie! Nur ja kein Risiko eingehen, sodass sich letztendlich viele Titel gleichen bzw. Abwechslung und wirklich Neues Mangelware ist (Indie-Games jetzt mal ausgenommen). Und wo es nur geht hin zu Shooter-Action, wie das beispielsweise bei Resident Evil 6 der Fall war. Capcom hat ja inzwischen eh eingesehen, dass das ein Fehler war.

Heavy Rain war für Sony übrigens ein Erfolg. Das Spiel kostete 16,7 Millionen Euro; inklusive Marketingkosten kommt man auf 40 Millionen Euro. Es generierte allerdings über 100 Millionen Euro an Einnahmen. Mit diesem Erfolg hat übrigens keiner gerechnet. Nicht einmal David Cage selbst. Was Microsoft heute wohl darüber denkt?

(via VG247, CVG)