Nov 062016
 
Kurz bevor das Schiff in die Luft fliegt, funkt es heftig.
Kurz bevor das Schiff in die Luft fliegt, funkt es heftig.

[Den Anfang verpasst? Hier gehts entlang.]

Der erste Teil des Kampftrainings verläuft wie zu erwarten. Ohne Gegenfeuer kann ich nicht kaputtgehn, die anderen Schiffe sind also relativ schnell in ihre Einzelteile zerlegt. Im fortgeschrittenen Training siehts dann schon wieder ganz anders aus. Zunächst muss ich ein Schiff mit einer Vorrichtung, da wo sich sonst die Waffen befinden, scannen, um den genauen Status herauszufinden. Dazu muss man sich aber in unmittelbarer Nähe befinden, was nicht auf Anhieb gelingen will. Als ich dann schließlich das Feuer eröffne, verläuft die Situation recht schnell zu meinen Ungunsten.

Dabei befolge ich alle Hinweise aus vorherigen Lektionen. Die Geschwindigkeit in den blauen Bereich drosseln, um schneller die Richtung zu wechseln. Ständig die Energieverteilung anpassen auf die gerade benötigten System (sehr einfach und schnell mit dem D-Pad), also auf Waffen wenn ich feuere und auf Schilde wenn ich angefeuert werde. Aber ich habe noch absolut kein Gefühl für meine Platzierung im Raum relativ zum anderen Schiff.

Der zweite Versuch läuft ein wenig besser, der gesuchte Verbrecher geht in Flammen auf, aber mein Rumpf sprotzelt Funken ohne Ende. Ich freue mich kurz über den Erfolg, doch dann soll ich noch ZWEI weitere Schiffe bekämpfen. Zu viel für meinen aktuellen Zustand. Im dritten Versuch scheitere ich wieder an den beiden Neuankömmlingen und bin fast geneigt, zur nächsten Lektion überzugehen. Ich raffe mich zu einem letzten Versuch auf und schaffe es irgendwie, mich aller drei Gegenkräfte zu entledigen.

Ha, nichts leichert als das. Kurz drauf wurde ich abgeschossen.
Ha, nichts leichert als das. Kurz drauf wurde ich abgeschossen.

Der Tipp, im toten Winkel des Gegners zu bleiben, also mehr oder weniger direkt hinter ihm, erweist sich als goldwert. Erst jetzt entdecke ich links neben dem Radar auf dem HUD eine Anzeige, in welche Richtung relativ zu mir das anvisierte Ziel ausgerichtet ist. Daran kann man sich gut orientieren und obwohl der letzte Widersacher mir zunächst im Nacken sitzt und mich fast erledigt, schaffe ich es irgendwie hinter ihn zu gelangen und dort zu bleiben. Sehr schön. Auch wenn das Training damit erfolgreich war, fühlt es sich noch nicht so an, als wüsste ich wirklich was ich mache. Und noch eine kleine Anmerkung: leider pausiert das Geschehen auf dem Bildschirm nicht, wenn ich einen Screenshot machen will, wodurch Bilder während der Action leider nicht möglich sind. Ich könnte maximal ein recht kurzes Video nach einem Kampf erstellen lassen, was ich dann evtl. in besonderen Situationen mal benutzen werden.

Auf geht’s zu den für mich interessanteren Aufgaben. Zunächst Bergbau am Asteroiden. Die Aufgabe gestaltet sich annährend so, wie man vermuten konnte. Zunächst den Laser rausholen… Und plötzlich gehen die Lichter im Cockpit aus!

Momentan wird kein Sauerstoff generiert, weil auch die Lebenserhaltung abgeschaltet ist.
Momentan wird kein Sauerstoff generiert, weil auch die Lebenserhaltung abgeschaltet ist.

Hurra! Ein kleines Mini-Tutorial wurde noch davorgeschoben. Zu viele Verbraucher, zu wenig Energie. Im Bereich „Module“ lässt sich zu jedem der installierten Infos abrufen, die Priorität festlegen, sowie einzelne an- und abschalten. Interessantes System, gefällt mir. Weiter rechts unter „Funktionen“ (nein, das war nicht Bestandteil des Tutorials, ich bin einfach so vom Skript abgewichen!) darf man den Schiffscomputer sogar rebooten! Sehr cool. Doch zurück zum Hauptprogramm. Ich deaktiviere die Schilde und alle anderen Module erhalten wieder Energie (Strom?).

Ich richte den Laser auf den Asteroiden und es bricht ein kleines Ministück heraus, welches ich aber zunächst nicht wirklich wahrnehme und munter weiterfeuere.

Nimm das, elendiger Asteroidenpirat!
Nimm das, elendiger Asteroidenpirat!

Zum Glück werden sämtliche Anweisung mehrmals akustisch wiederholt, extra für besonders aufmerksame Haudegen wie mich. Also mit „A“ das herausgebrochene Stück anvisieren (ach JETZT seh‘ ich es!) und dann soll ich noch die „Futterluke“ öffnen. Ein weiteres Display erscheint auf dem HUD, auf welchem ich das gefundene Metall, welches sich als Paladium herausstellt, in der Mitte halten muss, während ich mich langsam darauf zu bewege. Der Name „Cargo scoop“ kommt also nicht von ungefähr, scoop heißt so viel wie „schaufeln“ und irgendwie mache ich das ja gerade. Mit einem Raumschiff zwar, aber ja. Ich wünschte, es gäbe eine Aussenansicht, damit ich mir dieses Wunderwerk der hochtechnologisierten Bergbautechnik einmal anschauen könnte.

Links neben dem Radar muss immer schön mittig bleiben.
Links neben dem Radar muss immer schön mittig bleiben.

Hat man eine gewisse Anzahl dieser Brocken eingesammelt, werden diese automatisch an Bord zu reinem Metal verkaufsfertig synthetisiert. Zum Abschluss bekomme ich noch den Hinweis, dass man auch Drohnen kaufen kann, welche das Scoopen für einen erledigen. Ja, genau sowas braucht man natürlich auch, damit man gewinnbringend abbauen kann. Was die wohl kosten? Alles in allem ist Asteroidenabbau eine wirklich einfache, zum Glück langweilige und ungefährliche Art an Geld zu kommen. Stellt sich mir nur die Frage, ob man dabei immer so ungestört ist? Und das Palladium bringt pro 2,5 Brocken etwas mehr als 13.000 Credits, aber wahrscheinlich ist nicht jedes Metall so lukrativ? Fragen über Fragen.

Nach erfolgreicher Landung erstmal die Aussicht genießen.
Nach erfolgreicher Landung erstmal die Aussicht genießen.

Das vorletzte Training ist DAS Highlight schlechthin, mit einem Bodenfahrzeug auf der Planetenoberfläche rum(super)cruisen. Erstmal zwei etwas längere Videos anschauen, die sehr viele Infos enthalten. Die eigentliche Mission ist dann aber völlig anderer Natur. Ich kann nichts von dem gerade Gelernten Anwenden. Super Sache, das! Zunächst wird das Mutterschiff gelandet, was ähnlich wie im Hangar funktioniert, mit dem zusätzlichen Bonus, dass man erst eine ebene Fläche finden muss. Alles in allem nicht allzu schwierig.

Den Lander lässt man einfach per Knopfdruck auf die Planetenoberfläche absinken.
Den Lander lässt man einfach per Knopfdruck auf die Planetenoberfläche absinken.

Während ich die Videos anschaue, mit welcher Geschwindigkeit und welchem Winkel man in die Atmosphären der Planeten eintauchen soll, werde ich ganz hibbelig und gackere vor lauter Vorfreude ob der Möglichkeiten. So viele Planeten, so viele potentiell grandiose Dinge zu entdecken. Dann kommen leichte Zweifel auf. Werde ich auf einen trostlosen, leeren Haufen nach dem anderen treffen? Egal, ich gackere wieder und freue mich weiter wie ein kleines Kind. Und jetzt Lander fahren! Nach all der Theorie bin ich absolut bereit.

Gleiches HUD, gleiche tolle Aussicht, anderer Informationsgehalt im Lander.
Gleiches HUD, gleiche tolle Aussicht, anderer Informationsgehalt im Lander.

Je nach Anziehungskraft des Himmelskörpers wird sich die Steuerung sicherlich ziemlich anders anfühlen. Gleiches gilt für den Untergrund. Nach ein paar Sekunden rumdüsen wird klar: ein Rennspiel möchte ich mit dieser Physik nicht spielen. Aber realistischer (und auch ein klein wenig besser) als der Mako aus Mass Effect fühlt es sich definitiv an. Leider darf ich weder erkunden, noch Gesteinsproben sammeln. Ich soll eine Basis infiltrieren (?), Geschütztürme abschießen, einen Generator deaktivieren und Informationen hacken. Wie jetzt? Davon wurde absolut nix in den Videos erwähnt. Das Gefühl des vorbereitet sein ist plötzlich wieder dahin.

Nimm das, nicht zurückschießender Geschützturm!
Nimm das, nicht zurückschießender Geschützturm!

Ich soll möglichst unauffällig infiltrieren, was ich dann wohl auch meisterhaft erledige. Denn die Geschütztürme machen einfach mal gar nix. Die Steuerung ist wirklich 1:1 wie im Raumschiff, „X“ bringt die Waffensystem online (hier wechselt die Ansicht oben auf den Lander, wo die Geschütze montiert sind) und „RT“ oder „LT“ feuert. Also schieße ich alles ab, was mir markiert wird, fahre dann zu einem „Node“ und klaue dort die Informationen, die man wohl gewinnbringend verkaufen kann. Hmm, die Lektion kam mir jetzt relativ kurz und informationsarm vor, ich fühle mich nicht wirklich bereit einen Lander unter realen Bedingungen zu bedienen.

Hier bin ich wohl gerade dabei zu hacken, es fühlt sich aber nicht so an.
Hier bin ich wohl gerade dabei zu hacken, es fühlt sich aber nicht so an.

Ein bisschen enttäuscht schaue ich mir dann noch die letzten empfohlenen Videos an und absolviere das finale Tutorial zum Thema „kleine Fighter-Raumschiffe vom Stapel lassen und damit andere Raumschiffe abschießen“. Auch diese Lektion ist sehr kurz. Ich entlasse den Jäger in den Weltraum, identisch zur Prozedur des Landers und dann ist alles genau so, wie im Mutterschiff. Mit dem Unterschied, dass die Kampfkraft größer, die Schilde und der Rumpf schwächer sind und man nicht körperlich im Cockpit sitzt, sondern nur per Link das Gefährt steuert. Ziemlich unspektakulär, aber wichtig für mich wenn ich später mit meinem Megatonnen-schweren Transporter ohne Geleitschutz auf Schurken treffe und mich auf diese Art verteidigen kann.

Die restlichen Video-only Tutorials schauen ich mir dann bei Bedarf an. Auf die Kampfherausforderungen habe ich jetzt keine Lust mehr, werde sie mir aber später einmal anschauen. Jetzt will ich endlich rein ins Spiel, ich kann es schon kaum mehr erwarten. Teil 3 incoming!