Artikel von:

Simon Lutstorf

1. “Der alte Pommesbudenheld”
(4players.de)
Einmal mehr höchst unterhaltsamer Lesespaß mit der Kolumne von Jörg Luibl, Chefredaktor bei 4Players. Retro pur – da riecht man den Spielhallenmief förmlich. Luibls Kolumnen gibt es übrigens auch in Buchform – [amazon 3981141792]Spielefresser, Biomonster & Fanboys: Geschichten aus der Welt der Videospiele[/amazon] – für ein paar wenigen Euronen.

2. Ghostbusters erfolgreich
(eurogamer.de)
Ghostbusters ist als Videogame genau so erfolgreich wie die Filme in den 80ern. Die Millionenmarke wurde schon geknackt, wobei zu beachten ist, dass das Game in Europa nur auf den Sony-Plattformen verfügbar ist – im Herbst dürfte ein erneuter Schub erfolgen, wenn Xbox 360- und Wii-Versionen auf den Markt kommen. Terminal Reality ließen auch die ungefähren Produktionskosten verlauten: 15-20 Millionen hat das Werk verschlungen, die aber mittlerweile durch die Verkäufe längst gedeckt sein sollten. Gute Voraussetzungen für den dritten Film, der sich im Moment in Planung befindet. Mir steht das Spektakel noch bevor – zur Einstimmung müssen aber erst die Filme dran glauben.

3. Sam Raimi verfilmt World of Warcraft
(golem.de)
Ein World of Warcraft-Film ist kein einfaches Unterfangen – da lässt Blizzard nur einer der Besten ran. Und mit Sam Raimi, Regisseur der Spiderman-Trilogie, hat man sicher einen sehr talentierten Herrn gefunden. Dass ein WoW-Film geplant ist, weiß man schon länger, aber laut Golem kam das zuständige Produktionsstudio Legendary Pictures bisher nur langsam voran. Ein Grund soll die starke Einbindung von Blizzard selbst sein. Klingt für mich hervorragend: Lieber ein Jährchen oder zwei länger warten und dafür einen brauchbaren Film genießen anstatt einer weiteren Trash-Verfilmung à la Boll oder einem Möchtegern-Epos, dass an allen Ecken und Kanten Abstriche macht. Lord of the Rings galt auch als unverfilmbar, wieso also soll es nicht auch bei WoW funktionieren?

Weiterlesen »

1. Why Game Developers Should Get on Twitter
(gamasutra.com)
Interessanter Artikel rund um den Aufbau einer Twitter-Community. Der Text ist auf Entwickler gemünzt, kann aber dank sinnvollen Software-Empfehlungen und allgemeingültigen Tipps eigentlich für jedes längerfristige Projekt mit starker Community-Integration genutzt werden. Übrigens: Das gamgea-Team twittert auch – die Beiträge auf @gamgea_feed, die inoffiziellen und oft ziemlich widerlichen, brutalen und mit Sex-Kram angefüllten Redaktions-News auf @gamgea.

2. “Hollywood’s House Of Game”
(edge-online.com)
“House of Game” nennt das Projekt einiger selbsternannter Nerds aus Los Angeles, die Hollywood das Videospiel näher bringen wollen. Bekanntlicherweise endeten Verfilmungen bisher fast immer mit einem dicken “Fail” auf der Stirn, und genau dem will man entgegen treten. “there’s a big disconnect between the game community and the film community when it comes to really understanding what’s out there“, so Justin Marks. Nachhilfe für Holywood sozusagen.

3. Echtzeit-Encoding von HD-Filmen auf der PS3?
(eurogamer.net)
Theoretische Überlegungen rund um die Hardware der Playstation 3. Spannend, wenn man daran glaubt, dass dieses Potenzial irgendwann noch sinnvoll genutzt werden kann, eher ernüchternd, wenn man die bisherigen Versuche betrachtet.

Weiterlesen »

Mit großem Gerät unterwegs: Maschinen-Simulationen sind beliebt.
Mit großem Gerät unterwegs: Maschinen-Simulationen sind beliebt.

Früher kaufte man sich eine Modelleisenbahn und baute sie genüsslich aus. Schiene um Schiene, Lok um Lok. Irgendwann konnte man die dann auch an den Sohnemann abgeben – jedenfalls ist das bei mir noch so gelaufen und als Kind war ich begeisterter Zugfahrer. Heute übernehmen immer mehr Simulatoren diese Aufgabe. Pensionierte “Bähnler”, Gabelstapelfahrer oder Landschaftsgärtner finden am Computer den Kick nicht mit dem Rumballern in futuristischen Arenen oder halsbrecherischen Rennen, sondern beim fein säuberlichen und pünktlichen Befahren einer Linienbusstrecke. Simulatoren sind keineswegs Games für Randgruppen: Die aktuelle Ausgabe des Landwirtschaftssimulators konnte sich diesen Frühling über Monate zu den am besten verkauften PC-Programmen überhaupt zählen. Aber es gibt noch viel schrägere Simulatoren – hier eine kleine Auswahl.

Weiterlesen »

1. “Finish Him!” – A Look back at Midway Games
(gamerlimit.com)
Nicht nur Eidos, auch Midway ist Geschichte. Warner Bros Entertainment hat das bankrotte Studio zwar für $33 Millionen übernommen, aber auch hier geht eine Ära zu Ende. Beherrscht wurde sie vor allem von einer Serie: Mortal Kombat. Im Rückblick von Gamerlimit gibt es die Meilensteine von Midway für alle, die wenigstens ein bisschen Nostalgiegefühle empfinden.

2. Gabe Newell im Videointerview
(abc.net.au)
23 Minuten aus dem Valve-Hauptquartier. Zu sehen gibt es etwa den gewaltigen Monitor auf Gabe Newells Schreibtisch oder ein echtes Riesenventil (engl. “valve”), dass die Programmierer von Gamespot für ihren Hit Half-Life erhielten. Im Interview kommt Newell mit ein paar interessanten Ideen an, zum Beispiel: Wie wäre es, wenn die Community der Spieler mehr in die gewünschten Produkte investiert und dafür mehr mitbestimmen kann? Ist Software-Piraterie eine Folge von schlechtem Service?

3. The Conduit auch im Verkauf nur Durchschnitt
(edge-online.com)
Die grosse Shooter-Hoffnung The Conduit hat mit einem Metascore von 70 nicht unbedingt “abgeräumt”. Auch in Sachen Verkaufszahlen hinkt das Spiel den Erwartungen massiv hinterher: Im Juni wurden in den USA 72′000 Einheiten verkauft und der Titel schaffte auch den Einzug in die Top 5 Wii-Games nicht. Immerhin: House of the Dead und Madworld verkauften sich noch schlechter. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich Wii nur noch von familientauglichen Minispiel-Sammlungen ernährt.

Weiterlesen »

Microsoft-Mann Shane Kim: ...it's a matter of focusing on 'when'
Microsoft-Mann Shane Kim: ...it's a matter of focusing on 'when'

DS, PSP und zuletzt das iPhone haben gezeigt: Es gibt einen riesigen und wachsenden Markt für mobiles Spielen. Ein Markt, auf dem Microsoft als einer der “Big Three” noch nicht vertreten ist. Es ist deshalb kein Wunder, dass ständig Gerüchte über eine angebliche mobile Xbox-Version die Runde machen. Bisher haben sich alle als falsch erwiesen und trotzdem ist etwas dran an der Sache. Im Interview mit Kikizo äußerte sich Microsoft-Manager Shane Kim klar zur Angelegenheit: “For us, it’s a matter of focusing on ‘when’, because if we chased after a mobile or handheld opportunity, we would not have the resources and ability to do things like instant-on 1080p HD, Facebook, Twitter, Project Natal.”

Im Zentrum steht also weniger die Frage “ob” Microsoft den Sprung auf den Zug für mobile Unterhaltungselektronik (Zune ausgenommen) wagt, sondern wann. Im Moment habe man mit Natal, Twitter, Facebook und Instant-On 1080p HD genug zu tun und keine Ressourcen offen. So gross Microsoft auch ist: Auch in Redmond entspringen Löhne und Angestellte keinem wundersamen Brunnen, sondern kosten viel Geld. Trotzdem ist es interessant zu hören, dass Microsoft offenbar intensiv über eine Ausweitung der Angebote nachdenkt.

Weiterlesen »

1. Die Finalisten des PAX Indie-Wettbewerbs
(develop-online.com)
Der jeweils an der Penny Arcade Expo stattfindende Indie-Contest hat über 150 Einsendungen erhalten. Zehn davon wurden von der Jury auserkoren und haben die Chance, bald im weltweiten Rampenlicht zu glänzen (wir erinnern uns: letztes Jahr gewann The Maw). Die Finalisten im Schnelldurchlauf (mit Links, zum betrachten und betatschen übers Wochenende): Trino, CarneyVale: Showtime, Closure, Fieldrunners, Liight, Machinarium, Osmos, Puzzle Bloom, What is Bothering Carl?, Tag: The Power of Paint.

2. Sony Japan testet Pay to Play auf PSN
(kotaku.com)
Auf dem japanischen PSN gibt es das Game 100 Yen Gomibako (engl. Trash Panic) für umgerechnet nur $1. Cool, oder? Nicht unbedingt. Nach dem Download hat man nämlich nur drei “Credits” zum Verspielen, danach muss man 100 Yen nachbezahlen für weitere Credits. Im Gegenzug gibt es auch zahlreiche PSN-Goodies zum freischalten, was aber Menschen mit Suchtpotenzial wohl eher schadet. So was kann vermutlich nur in Japan funktionieren – dort sind ja auch Arcade-Automaten immer noch hoch im Kurs, während sie hierzulande langsam aber sicher verschwinden.

3. Gates verspricht Natal für den PC
(cnet.com)
Na das freut uns doch: Bill Gates, seit ungefähr einem Jahr nicht mehr bei Microsoft verpflichtet, hat natürlich trotzdem noch ein paar Insider-Infos parat. Im Interview mit CNET verspricht er, dass die Natal-Kamera mitsamt Gesichtserkennung in “a little over a year” auch an einem Windows-PC funktionieren werde. Eigentlich logisch, wäre ja enttäuschend, wenn MS die vielversprechende Technologie nur auf die Xbox 360 beschränkt. Geplant ist offenbar durchaus der Arbeitseinsatz: “… connect it up to Windows PCs for interacting in terms of meetings, and collaboration, and communication.“

Weiterlesen »

League of Legends vermischt Strategie mit Rollenspiel.
League of Legends vermischt Strategie mit Rollenspiel.

Indie-Entwickler Riot Games hat sich für einen radikalen Strategiewechsel entschieden und bringt sein mit RPG-Elementen aufgebessertes Fantasy-Strategiespiel League of Legends: Clash of Fates als Free to Play-Game auf den Markt. Um zu zocken benötigt man also keinen kostenpflichtigen Zugang, sondern kann kostenlos mitspielen. Wer seine Figuren ein bisschen individualisieren möchte, muss dafür aber in die Tasche greifen und echtes Geld auf den Tresen legen.

Das Spielprinzip orientiert sich am Warcraft III-Mod Defense of the Ancients, das ebenfalls schon von Riot Games programmiert worden war. Habe ich leider nie gespielt, aber anscheinend erinnert das Gameplay auch an Demigod von Gas Powered Games. Die Kombination von Echtzeitstrategie + Rollenspiel ist also in und ich hoffe, dass sich League of Legends durch etwas mehr Spieltiefe und Komplexität von den bisherigen, für meinen Geschmack zu oberflächlichen Free to Play-Spielen abhebt.

[fotostrecke, name="League of Legends"] Weiterlesen »

1. “Brutal normal”
(merkur.de)
Ein lesenswerter und vor allem fairer Artikel zum Ewig-Thema Gewalt in Computerspielen. Wer sich genauer einlesen möchte, dem sei das Buch [amazon 3531167030]Die Computerspieler: Studien zur Nutzung von Computergames[/amazon] von Thorsten Quand, Jeffrey Wimmer und Jens Wolling empfohlen, auf dessen Grundlage auch der Artikel im Merkur geschrieben wurde. Ich hab mir das Buch bestellt, auch wenn knapp 40 Euro relativ viel sind für wenig neue Erkenntnisse. Aber es schadet ja nie, bei einem so umstrittenen Thema ein bisschen tiefer zu graben.

2. Dragon Quest IX kommt, Nintendo jubelt
(kotaku.com)
Dragon Quest IX ist, zumindest in Sachen Verkaufszahlen, DER Renner in Japan. Da verwundert es nicht, dass auch die DSi Verkäufe deutlich angezogen haben. Um genau zu sein, haben sich die Absätze von 51′000 Einheiten in der Woche vor Dragon Quest auf 126′000 nach dem Release mehr als verdoppelt. Und das in einem Land, das im Vergleich zu anderen Staaten bereits eine sehr hohe Dichte an DS-Besitzern hat. Nod bad.

3. Playstation Home: ein Zwischenstand
(edge-online.com)
Wie steht es um Sony’s Playstation Home-Projekt sieben Monate nach dem Launch? Bisher hat uns Home leider noch nicht wirklich überzeugen können und ist eher durch Dinge aufgefallen, die fehlen, als solche, die cool sind. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ein Zwischenstand.

Weiterlesen »

Command & Conquer 4 gibts nur mit Internetverbindung.
Command & Conquer 4 gibts nur mit Internetverbindung.

Kopierschutz oder Service? Laut einem Community-Manager von Electronic Arts wird man das 2010 erscheinende Command & Conquer 4 auch im Singleplayer-Modus nur spielen können, wenn permanent eine Internetverbindung vorhanden ist. Das sei nötig, um die Fortschritte des Users genau zu erfassen. Was genau getrackt wird, hat der Community Manager nicht verraten. Es ist aber ziemlich klar, dass ein Hauptgrund für die permanente Anbindung ans Internet auch der Schutz vor Raubkopien ist – bei permanenter Verbindung wäre auch ein Schummeln mit gecrackter Software kaum möglich. Da Command & Conquer 4 nur für den PC erscheint, scheint es einigermassen logisch, dass EA in Sachen Kopierschutz vorsorgen will. Eine Zwickmühle.

Weiterlesen »

Schluss, aus, finito: Nach der offiziellen Übernahme durch Square Enix soll der renommierte Name Eidos entgültig verschwinden. Zeit für einen Rückblick auf den kometenhaften Aufstieg, die grössten Hits, aber auch die Tiefpunkte des Publishers.

Wir sind Eidos: von Lara Croft bis Kane & Lynch (ein Klick auf das Bild, startet die Bildershow)
Wir sind Eidos: von Lara Croft bis Kane & Lynch (ein Klick auf das Bild, startet die Bildershow)

Zur Präzisierung sei gesagt: Eidos verschwindet natürlich nicht komplett. Der Betrieb wurde von Square Enix übernommen und alle laufenden Projekte, die Studios und natürlich die grossen Titel wie etwa Tomb Raider bleiben uns erhalten. Trotzdem geht mit dem Verschwinden des Namens Eidos ein Stück Spielegeschichte zu Ende und ich fand, dass es Zeit ist für einen Rückblick auf die letzten 14 Jahre gemeinsamen Spielens. Denn Höhen und Tiefen hat dieses Unternehmen beleibe genug erlebt.
Weiterlesen »