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Gamgea Originale

International-Karate-Plus (C64)
International-Karate-Plus (C64)

Retro ist in. Egal ob Frisur, Inneneinrichtung, Sonnenbrille oder das Radio im Badezimmer: Das Design der 70er und 80er ist allgegenwärtig. Und so ist es kaum verwunderlich, dass auch die Computerspiele-Industrie die Klassiker aus den 70ern und 80ern immer wieder neu aufwärmt. Insbesondere seit es möglich ist mit seiner Konsole Spiele aus dem Netz zu laden, sind Remakes und Neuinterpretationen von Spiele-Klassikern vermehrt anzutreffen. Und auch im App-Store (für das iPhone) tummeln sich mehr und mehr Klassiker für kleines Geld.

Für die Hersteller ist das natürlich eine tolle Sache. Mit sehr wenig Aufwand können sie zwei Zielgruppen mit einer Klappe schlagen: Die Ü30er, also die Generation C64, die in Nostalgie schweben kann und sich nur allzu gerne an damals erinnert. An Zeiten als ein Spiel noch in 64kb RAM passte und die Musik mit drei Stimmen auskommen musste. Und auf der anderen Seite die nachwachsende Generation, die für wenig Geld tolle Spiele spielen kann – abseits von Mainstream, Grafik- und fps-Wahn.

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New Super Mario Bros.
New Super Mario Bros.
In einem Testbericht über das neue New Super Mario Bros. für die Wii habe ich erfahren, dass es einen Modus gibt, in dem die Konsole einen Level ohne Zutun des Spielers zu Ende spielt. Dieser Modus kann aktiviert werden, wenn der Spieler acht mal in Folge gestorben ist. Grund dafür sei der hohe Schwierigkeitsgrad des Spieles.

Bitte, was soll sowas? Da macht Nintendo ein Spiel so schwer, dass sie schon vorab davon ausgehen, dass die Spieler an einigen Stellen so frustriert sein werden, so oft sterben werden, dass das Spiel ohne Aktion des Spielers fortgeführt wird. Wäre es da nicht besser gewesen, den Schwierigkeitsgrad moderat zu gestalten, oder verschiedene Stufen einzuführen?

Ich spiele gerade Trine und Resident Evil 5. Bei Trine gibt es vier Schwierigkeitsgrade, ich spiele den zweit-leichtesten. Der ist genau richtig für mich: Keine Frustration, genug Zeit und Muße um auch Grafik und Musik genießen zu können – und es macht immer wieder Laune weiterzuspielen. Vielleicht spiele ich das Spiel irgendwann sogar noch einmal auf einem höheren Schwierigkeitsgrad.

Resident Evil 5
Resident Evil 5
Bei Resident Evil habe ich nach einigen Stunden spielen jetzt von „mittel“ auf „leicht“ umgeschaltet. Das macht das Spiel noch nicht wirklich „leicht“ aber für mich wesentlich stressfreier. Ich genieße RE5 wie einen guten Film, labe mich an der faszinierenden Geschichte und an den tollen Zwischensequenzen. Ich bin der Mittelpunkt des Spieles, ohne ständig draufzugehen oder mit nur noch einem Schuss Munition die letzten zehn Gegner besiegen zu müssen.

Mich reizt es nicht so sehr ein Joystick-Akrobat zu sein. Mich reizt es vielmehr in eine andere Welt einzutauchen und diese mit (fast) allen Sinnen zu genießen zu können. Das macht für mich den Reiz von Computer- und Konsolenspielen aus.

Wie sieht das bei Euch aus?

Der heilige Gral mag nicht existieren. Aber die Hoffnung stirbt nur dann, wenn ich weiß, dass er nicht existiert
Der heilige Gral mag nicht existieren. Aber die Hoffnung stirbt nur dann, wenn ich weiß, dass er nicht existiert
Nein. Ich habe mir vorgenommen zum am 11. Dezember erscheinenden The Legend of Zelda: Spirit Tracks keinen einzigen Bericht mehr zu lesen. Kein Preview. Keinen Trailer. Und vor allem kein Review. Den ungetrübten, unbelasteten, unverschmierten Zauber von Videospielen erfahren, der einen noch zu Zeiten der Offline-Ära anwandelte. Als man sich ausgehend von einer schlecht geölten Mundpropaganda beim Kaufverhalten verleiten ließ. Als man sich von Demoversionen überzeugt hatte, die mehr über das Spiel aussagten, als jede in Zahlen getauchte Kennziffer. Pure Praxis vor abgestandenen, fremden, unpersönlichen Meinungsbildern.

Ich möchte nicht wissen, wann ich ungefähr mit dem Ende zu rechnen habe. Einfach spielen, bis man selber an das Ende stößt. Nicht dauernd auf die Anzahl der bisher gespielten Stunden achten, die mir ungefähr signalisieren, wann ich den finalen Schlussakt zu erwarten habe. Ich möchte auch nicht brisante Enthüllungen vorab vorgekaut bekommen, die wie ein schlecht gehütetes Geheimnis das Internet durchwandeln. Keine Informationen über die in der Mitte aufbegehrende Monotonie, die ich meistens nur dann registriere, wenn ich im Vorfeld eines dieser Reviews gelesen habe, die mit ihrem ideologischen Ballast einfach alles ruinieren und mich in meiner Wahrnehmung selbst unbewusst manipulieren. Ich möchte keine Schwächen wahrnehmen, die ich nur wahrnehme, weil sie ein anderer wahrgenommen hat. Gameplay-Makel können mir gestohlen bleiben, solange ich sie selber nicht entdecke. Wenn ich eine dicke Truhe öffne, und einen neuen Gegenstand in den Händen halte, dann möchte ich mich nicht an den Moment erinnern, als ich etwas über diesen neuen Gegenstand in einem Bericht gelesen habe.

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Es können auch alle gewinnen.
Es können auch alle gewinnen.

Nicht erst seit dem Eintritt von Microsoft ins Konsolenbusiness zelebrieren Gamer immer wieder den “Konsolenkrieg”. Während sich in Foren Fanboys die technischen Details mit all ihren Interpretationsmöglichkeiten gegenseitig an den Kopf werfen, argumentieren auf Blogs und Gameportalen viele Autoren gerne mit Verkaufszahlen. Als erfolgreichste Konsole gilt jene, die am meisten Einheiten verkauft und damit den “Krieg” gewinnt. Typischer Ausdruck von Schwarz-Weiss oder Gut-Böse-Denken. Natürlich hat jeder Spieler, auch abhängig von den Konsolen in seinem Wohnzimmer, eine eigene und subjektive Sichtweise auf die Sache und als “Gewinner” geht jenes Gerät hervor, dass einen aus irgendwelchen Gründen ans Herz gewachsen ist. Was man nicht kennt, kann man schliesslich auch nicht einschätzen und Fremdes ist uns Menschen ja sowieso nicht geheuer. Mit den Verkaufszahlen der Konsolen hat diese Hitparade der eigenen Lieblings-Hardware allerdings relativ wenig zu tun. Angenommen, Sony geniesst dank der PS3 Slim und den kommenden Exklusiv-Titeln längerfristig Aufwind und überholt Microsofts Xbox 360 in Sachen weltweiter Verkaufszahlen – gibt Microsoft dann auf und zieht sich aus dem Konsolenbusiness zurück? Hat Sony dann gewonnen, aber eigentlich auch nicht, weil Nintendo ja sowieso schon am weit voraus ist (aber die Wii zählt ja nur halb)?

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Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber machmal geht mir so manche “Marketingmaschinerie” schon ein wenig zu weit. Aktuell der Fall ist das bei Modern Warfare 2. Sicher, bei weitem kein schlechtes Game, allerdings auch sicher keine Offenbarung bzw. Revolution. Und mit 96% Durchschnittswertung meiner Meinung nach überbewertet. Und das sage ich jetzt, obwohl ich das Game noch nicht gespielt habe. Dazu solltet ihr jedoch wissen, dass ich mich generell an die Maxime “Don’t believe the Hype!” halte. Um jetzt für kurze Zeit gänzlich vom Thema abzuweichen hier noch eine Buchempfehlung – Hype von Daniel Price.

Wie dem auch sei, in letzter Zeit drehen sich auf anderen Seiten viele News nur noch um dieses Game, und Hersteller verschieben aufgrund von Modern Warfare 2 den Erscheinungstermin ihrer Spiele nach hinten ins Jahr 2010. Mangelnde Konkurrenz also und Megahype – Activision kann sich freuen! Wir uns auch?

Wie sich das auswirkt sieht man aktuell an der Seite von Gametrailers. Es dreht sich alles nur um ein Thema… Klickt auf das Bild, um alles zu sehen. Ich musste die Schriftgröße extra verkleinern, um alle entsprechenden Beiträge bzw. Videos auf eine Seite quetschen zu können. Was sagt ihr dazu? Nach dem Ansehen dieser Videos kann man sich den Kauf des Spiels wahrscheinlich ohnehin sparen – man kennt danach ja quasi eh schon alles daraus. Und nächstes Jahr gibts dasselbe dann nochmal in Grün

 

Klickt auf das Bild, um alles zu sehen...
Klickt auf das Bild, um alles zu sehen...
Wer das zensiert nennt, hat ein Problem der Definition!
Wer das zensiert nennt, hat ein Problem der Definition!
Bedingt durch den in Deutschland verschärften Jugendschutz nimmt der Slogan “unzensiert” einen immer immenseren mythologisierten Fetischcharakter an. Als herausstechendes Beispiel sei der derzeit als Prügelknabe figurierende Action-Knüller Modern Warfare 2 genannt, der bereits nächste Woche in die Läden stürmt und als “Kriegssimulation” die virtuelle Verlebendigung von authentisch hingezauberten Schlachtfeldern auf eine neue Referenzeben katapultieren möchte. Gerade als deutscher, erwachsener Videospiel-Fan möchte man sich nicht bevormunden lassen und greift deswegen bei jedem kleinsten Anzeichen von hektischen, meist unstrategischen Scherenschnitten zu der Möglichkeit einer Import-Version.

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Der See entrümpelter Ideen!
Der See entrümpelter Ideen!

Dem folgenden “Gürtellinien”-Beitrag (bei entsprechender (negativer) Kritik im Bereich der Kommentare machen wir daraus vielleicht eine Serie) soll eine vorbeugende Warnung vorangeschaltet werden: Der Inhalt ist streitlustig, provokant und in leicht aggressivem Tonfall gehalten. Die unterhalb der Gürtellinie beheimatete Region ist der Tummelplatz von Polemik und unprofessionellem Journalismus. Genau das ist das Feld, das jeder Blogger gern beackert. Damit genau der richtige Ort um zünftigen Dampf abzulassen, der aufgrund seiner nervtötenden, offen zur Schau getragenen Unsachlichkeit die Sinne vernebelt. Recht so!

Ich bin immer noch der felsenfesten Überzeugung, dass manche Spiele keinen darauffolgenden Nachfolger haben dürften. Sozusagen damit die auratische Wirkung eines einzigartigen Produktes erhalten bleibt, das beim damaligen Erscheinen einen Orkan von frischer Luft in Bewegung setzte. BioShock gehört meiner bescheidenen Urteilskraft nach freilich dazu. Wenn ein Videospiel (!) das unglaubliche Glück innehat, neben einer in allen Poren sich einnistenden Originalität auch hinsichtlich der Kommerzialisierung eindrucksvolle Erfolge vorweisen kann – was übrigens bekanntermaßen einen krassen Seltenheitswert hat – dann triumphieren die ökonomisch bebrillten Marktgesetze über die künstlerisch-eigentümlichen Gebote. Dann wird das agilste, kraftsprühendste Ross vor die Kutsche gespannt und mit unzähligen Peitschenhieben malträtiert, bis dieses in ausgemergelter Kraftlosigkeit dem Siechtum verfällt.

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30% haben das Ende von CoD4 nie erlebt
30% haben das Ende von CoD4 nie erlebt

Gemessen an der (zur Wahrheit verpflichteten) Statistik könnten sich einige Videospiel-Entwickler wohl die Arbeit an einem krönenden Abschluss ihrer Kampagnen schlimmstenfalls sparen: der prozentuale Anteil von Spielern, die bis zum bitteren Ende durchhalten, bewegt sich nicht immer in höheren Gefilden. Gamasutra.com hat einige statistische Zahlen zusammengetragen, die einen beweiskräftigen Hinweis darauf geben, wie viel Spieler letztlich überhaupt das Ende in einem Xbox 360-Videospiel erreichen. Als stützende Grundlage dienen die ergatterten Achievements für die abgeschlossene Einzelspieler-Kampagne. Call of Duty 4 darf sich als Spitzenreiter betrachten. Das Spiel haben nach dieser Statistik zufolge 75% abgeschlossen. Dicht gefolgt von Halo 3 (71%), Gears of War II (68%), Gears of War (66%) und Fable II (52%). Das im letzten Jahr als medienübergreifender Meilenstein gefeierte GTA IV haben gerade einmal 28% zu Ende gespielt.

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Guitar Hero von Harmonix hat den Musikspiele-Boom ausgelöst.
Guitar Hero von Harmonix hat den Musikspiele-Boom ausgelöst.
Es gibt wohl kaum ein Genre, dass in den letzten Jahren so populär geworden ist, wie jenes der Musikspiele. Seit der Veröffentlichung von Guitar Hero 2005 und dem bald darauf entbrennenden Konkurrenzkampf zwischen Activision und Harmonix (Rock Band), gehört eine Plastikgitarre in jedes Gamerzimmer. Dank der familienverträglichen Action erfreuen sich natürlich auch Gelegenheitsspieler an der Möglichkeit, auf den digitalen Bühen der Welt abzurocken.
Mittlerweile sind vier Jahre vergangen und die aktuellsten Iterationen der beiden Giganten heissen The Beatles: Rock Band oder Guitar Hero 5. Und, es war zu erwarten, das Spielprinizp hat den Sprung auf gänzlich andere Instrumente geschafft. Mit DJ Hero erscheint in den nächsten Tagen Activisions neuster Streich, der den Spieler an Mischpult und Turntables setzt. Natürlich benötigt man dafür erneut teure Zusatz-Hardware, denn mit einer Gitarre kann man leider nicht scratchen.
Doch die neusten Analysen rund um die Verkaufszahlen von Musikspielen lassen jetzt aufhorchen. Laut Gamesindustry lagen sowohl die Verkäufe von Guitar Hero 5 als auch The Beatles: Rock Band deutlich unter den Erwartungen. Für DJ Hero seien die Vorbestellungen zwar sehr gut, behauptet Activision; Analyst Doug Creutz glaubt aber das Gegenteil und korrigiert seine Verkaufsprognose für das erste Jahr von 2.5 Millionen Einheiten auf nur noch 900’000. “… the buzz surrounding titles such as Guitar Hero has faded” interpretiert ihn Gamesindustry. Sind Musikspiele tatsächlich am Ende des Booms angelangt?

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Im Bericht des Expertenkreis Amok geht es um Prävention, Intervention, Opferhilfe und Medien. Bei den Medien scheint man allerdings weniger auf Kompetenz zu setzen, sondern eher auf Verbote und einseitige Sichtweisen. Eine Analyse.

Der Bericht des Expertenkreises Amok. Am 11. März 2009 ereignet sich der tragische Amoklauf eines Jugendlichen in Winnenden. Innerhalb von Stunden gerieten Video- und Computerspiele ins Kreuzfeuer der Kritik und binnen Wochen wurden Verbotsforderungen trotz der strikten Regelung durch die USK laut. Nach der Tat richtete die Landesregierung Baden-Württemberg einen Expertenkreis Amok ein, der vor einigen Tagen seinen Schlussbericht zum Fall Winnenden veröffentlicht hat. Es geht um Prävention, Intervention, Opferhilfe und Medien. Wenig erstaunlich wurde auch das Thema Computer- und Videospiele diskutiert; und ebenfalls wenig erstaunlich finden sich im Bericht einige Äusserungen, die bei genauer Betrachtung von zweifelhafter Natur und wenig fundiert sind. Der Expertenkreis Amok empfiehlt entsprechend “…das Verbot von gewaltverherrlichenden Darstellungen, vor allem bei Computerspielen (off- und online), durch Änderung des Strafgesetzbuches im Rahmen der verfassungsrechtlichen Schranken auszudehnen.” Auch die absurde Forderung nach einem Paintball-Verbot wird erneut gestellt.
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