Indie- und Downloadspiele

Zu Beginn gibt es wieder eine kleine Geschichtsstunde mit dem Onkel Jörg (*gähn*). Vor vielen vielen Jahren stolperte dieser nämlich über ein wundervolles Projekt mit dem Namen Grand Theftendo und konnte dessen Veröffentlichung kaum erwarten. Bei diesem unglaublichen Unterfangen handelte es sich um eine Homebrew-Version (man könnte auch Demake dazu sagen) des populären Vorbilds, welches auf echter NES-Hardware lauffähig war. Eine fulminante Leistung, wenn man sich die Limitationen der Hardware anschaut. Doch so lange der gute Onkel Jörg auch wartete, das Projekt erblickte leider nie das Licht der Welt und er war sehr sehr traurig darüber.

Doch das Schicksal meinte es gut mit ihm und vor geraumer Zeit, vor einem oder zwei Jahren, stolperte er über ein Spiel mit dem Namen Retro city Rampage, welches sich nach genauerer Recherche als Weiterentwicklung von Grand Theftendo herausstellen sollte. Was für ein glücklicher Tag das für unseren sympathischen Glatzkopf war, muss wohl nicht extra erwähnt werden.

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Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich mir den kurzen Trailer (am Ende des Beitrags) schon angeschaut habe. Und jedesmal entdeckte ich neue, liebevolle Details. Die Gemeinschaftsproduktion von Jonathan Lavigne (Grafik und Gamedesign) und Paul Robertson (Animation), die schon zusammen am tollen Spiel zum Scott Pilgrim-Film gearbeitet haben, erfüllt das Herz eines jeden Pixel-Liebhabers mit unermesslicher Freude.

Als wäre der Augenschmaus noch nicht genug, scheint auch die Grundidee meinen kühnsten Träumen entsprungen zu sein und spielt meinen Vorlieben genau in die Karten: ich liebe Breakout, ich spiele sehr gerne RPGs und vor allem steh ich verdammt nochmal drauf, wenn jemand Rollenspiel-Elemente mit einem völlig abstrusen Genre kreuzt, welches dadurch erheblich an Qualität gewinnt (bestes Beispiel immer noch Puzzle Quest).

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Den wenigsten von euch dürfte wohl der kleine Indie-Entwickler radiangames ein Begriff sein. Alle sieben Titel des Ein-Mann-Studios sind bisher exklusiv über die Xbox Live Indie Games zu beziehen. Wir haben bisher (leider) auch erst einen von ihnen – radiangames Inferno – unter die Lupe genommen. Aber was man so hört, sollen alle Spiele wirklich gut sein. Vor allem zu einem Preis von jeweils einem Euro. Doch mit den Schnäppchen ist bald Schluss!

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Hier bei Gamgea versuchen wir, euch hin und wieder auf kommende oder bestehende Indie-Titel mit Potential – ja sogar Highlights – aufmerksam zu machen. Sei es, mit einer kompletten Webseite zu dem Thema oder einer eigenen Kategorie. Klaus hat sogar eine hoch offizielle Auszeichnung ins Leben gerufen, nach der sich so mancher Entwickler die Finger leckt. All dem wird noch lange nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet, weswegen ich es an dieser Stelle nochmal gerne erwähne (und nicht müde werde, dies in Zukunft immer wieder zu tun).

Nach diesem kleinen Exkurs nun zum eigentlich Inhalt dieses Artikels. Das Ein-Mann-Projekt Lone Survivor von superflat games sieht ganz danach aus, als könnte es unsere Sinne auf lange vermisste Art und Weise betören. Bisher hält sich Schöpfer Jasper Byrne noch sehr mit Details zurück (seine Beschreibung “psychological survival adventure”), aber immerhin dürfen wir uns an ein paar Screenshots und einem Trailer erfreuen. Und wenn diese Mischung aus Point & Click-Adventure und (Survival-)Horror, gepaart mit liebevoller Pixel-Optik, nicht interessanter aussieht, als die Hälfte der E3-Präsentationen, dann möchte ich verdammt sein.


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Es muss nicht immer Tekken oder Ridge Racer sein! Namco Bandai kann auch anders und bringt den Arcade-Klassiker Dancing Eyes aus dem Jahr 1996 ins HD-Zeitalter.

Scheinbar exklusiv für die PlayStation 3 inklusive Move-Support dürfen wir dabei als kleine Äffchen mehreren Damen Stück für Stück die Kleider vom Leib reissen spielen. Ja genau, um mehr gehts in dem Downloadtitel wirklich nicht (reicht doch auch, oder?).

Zwei Trailer (einer vom Arcade-Original und der neue) verdeutlichen das überaus komplexe Spielprinzip. Dancing Eyes wird es wohl nur in Japan ins PSN schaffen, denke ich. Ein Top-Spiel!

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Look at the monkey!
Look at the monkey!

So gut mir die verpixelte Originalversion auch gefällt, der neue Look ist richtig toll. Spelunky XBLA steht ganz weit oben auf der Liste meiner am meisten erwarteten Spiele. Wer das Original immer noch nicht kennt, ich würde es als Roguelike-Platformer beschreiben, der kann sich hier die kostenlose Windows-Version runterladen. Für die Neuauflage dürfen wir uns u.a. auf einen kooperativen (und kompetitiven) Mehrspieler-Modus freuen (beide leider nur offline). Es ist wirklich schwer, dem Charme des Spiels zu widerstehen, wie ihr im neusten Trailer sehen werdet.

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Warum hat Nintendo so ein Spiel nicht längst gemacht? Pokémon meets Street Fighter. Passt doch perfekt!

Ein Video zum Fighter folgt. Und nicht bloß ein Video – man kann das Spiel auch tatsächlich am PC spielen. Downloadlink und Installationsanleitung folgen deshalb ebenfalls. FIGHT!

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Wenn ihr noch auf der Suche seid nach einer unvergleichlichen Koop-Erfahrung, dann möchte ich euch Splosion Man ans Herz legen (ein Review dazu folgt noch). Leider ist das Spiel den Xbox 360 Besitzern vorbehalten, von denen es vor allem in Mitteleuropa nicht genug gibt. Die Macher von Twisted Pixel wollten zwar einen Fortsetzung, aber keinen zweiten Teil machen. Das Grundkonzept im Nachfolger ist demnach auch identisch, allerdings gibt es viele neue Features (z.B. Ghosts, Übersichtskarte) und das Spiel wurde insgesamt ordentlich aufgebohrt (Stichwort Abwechslungsreichtum). Auch Ms. Splosion Man ist wieder Xbox 360-exklusiv und für mich schon seit der Ankündigung als Pflichtkauf notiert.

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Mit Flow und Flower widersetzte sich thatgamecompany gängigen Gameplay-Konventionen, ließ uns an der ganz eigenen Philosophie teilhaben und transportierte einmalige Spielerlebnisse. Auch beim dritten Projekt Journey wird sich dieser Trend fortsetzen. Zur Einstimmung auf das folgende Video möchte ich euch die Worte von Klaus ans Herz legen. Die Wüste von Journey präsentiert sich mysteriös, keine Anzeigen versperren die Sicht oder belasten den Spieler. Wichtig ist den Entwicklern, dass der Spieler seine eigenen Erfahrungen macht und das Erlebte selbst interpretiert.

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Die Entwickler erzählen uns etwas von einem “Banküberfall-Simulator”, der an Filme wie Heat angelehnt ist. Natürlich im Koop mit bis zu vier Spielern. Ehrlich gesagt sehe ich nicht viel mehr als einen relativ normalen Ego-Shooter, den man so sicher als Mod mit so ziemlich jeder Engine einfach nachbauen könnte. Wie cool wäre es, wenn endlich mal jemand mal They Stole a Million neu auflegen würde, statt uns ewig diesen Einheitsbrei vorzusetzen? Payday: The Heist erscheint noch in diesem Jahr für PC und PS3 als Download.

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