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The Cradle & Oceanside Hotel & Vault 106:
Die Regelpoetik der Videospielkunst

Klaus Schneider, 20. Juli 2009 um 19.14 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Die Fertigkeit des Levelschmiedens verdichtet sich manchmal in einem Spiel zu mustergültig herangereifter Designkunst. Herausgreifen wollen wir drei berühmte Beispiele, die signalisieren, wie herausragende Unterkapitel funktionieren.

The Cradle aus Thief III
The Cradle aus Thief III

Gemeint sind The Cradle aus Thief III, das Oceanside Hotel aus Vampire Bloodlines und Vault 106 aus Fallout 3. Alle drei zeichnen sich dadurch aus, dass sie in eine ähnlich gruselige und furchteinflößende Richtung ausschlagen. Doch ungeachtet ihres thematisch ähnlich angehauchten Naturells, deuten sie die den Aufenthaltsort des heiligen Grals an, der ein gutes Videospiel als ein außergewöhnliches Videospiel erstrahlen lassen kann. Denn mehr oder weniger überraschend lassen sich drei signifikante Übereinstimmungen herausdestillieren, die indizieren, dass sich dahinter – betont populistisch gesprochen – die durchschlagende Erfolgsformel eines Videospiel-Levels verbergen könnte. Die in keinem Kochbuch zu findende Rezeptur exklusiv bei www.gamgea.com.

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Wir wollen’s wissen:
Invertieren oder nicht, das ist hier die Frage

Jörg Neißer, 18. Juli 2009 um 21.50 Uhr , 15 Kommentare Kommentare

Es gab eine Zeit, ich würde sie nicht gerade unschuldig nennen, da verlangten Egoshooter vom Spieler noch etwas weniger ab in Punkto Zielgenauigkeit. Es gab keinen Blick nach oben oder unten, höher stehende oder fliegende Gegner wurden einfach automatisch ins Visier genommen. Ich weiß nicht mehr genau welchem Game ich es zu “verdanken” habe, aber es muss wohl ein Flugspiel mit Joystick-Steuerung gewesen sein. Denn eigentlich nur in diesem Genre macht das “nach hinten ziehen um nach oben zu schauen” wirklich Sinn. Fakt ist in jedem Fall, dass zu der Zeit, als die Egoshooter das freie Umschauen begannen einzuführen, war die Gewohnheit bereits fest verankert und sie hat sich bis heute gehalten.

Ich MUSS die Y-Achse invertieren, ansonsten kann ich absolut nicht spielen. Ein Freund von mir sagte dazu immer: “Was für ein Quatsch, wenn ich nach oben schauen will, ziele ich auch nach oben. Ist doch logisch, oder?”. Naja, eigentlich schon, irgend etwas ist wohl schief gelaufen in meiner Entwicklung. Falls es mal darum geht, eine Rechtfertigung für dieses Phänomen zu finden, versuche ich es mit dieser Herleitung: Wenn man mit den Augen an die Decke schauen will, muss man seinen Kopf in den Nacken legen, quasi nach hinten unten bewegen. Diese Bewegung übertrage ich 1:1 auf meine Hand.

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Online-Games:
In Korea spielt man anders

Jennifer Neißer, 18. Juli 2009 um 21.28 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Zur nagelneuen Games Convention Online in Leipzig konnten die Messemacher Korea als Partnerland gewinnen. Grund genug für uns, den Onlinespiele-Markt dort mal etwas unter die Lupe zu nehmen.

Hier spielt der koreanische Gamer.
Hier spielt der koreanische Gamer.

In Korea läuft das Computerspielen etwas anders ab, als wir es hier in unseren Breiten gewohnt sind. Dort sitzt kaum einer in seinem stillen Kämmerlein und spielt alleine vor sich hin. Korea ist, was Computerspiele angeht, eine sehr kommunikative und gesellige Nation. Man trifft sich für ausgiebige Spielsessions in einem der Internet-Cafés, die es dort wie Sand am Meer gibt. PC Bang nennt man die Spielstätten, was soviel wie PC-Raum bedeutet, und sie sind mit 28.000 Stück praktisch an jeder Ecke zu finden. Rund um die Uhr kann man dort spielen, und tut dies in erster Linie mit Freunden, legt Wert auf das soziale Drumherum.

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2K Boston:
Das Leben nach BioShock geht weiter…und wie.

Klaus Schneider, 18. Juli 2009 um 20.12 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Das sich von 2K Boston abgespaltene 2K Marin kümmert sich beflissen um das wohl erst nächste Jahr anlaufende BioShock 2, während sich der Ur-Vater und das Gründungsmitglied des Unterwasser-Utopias Rapture, Ken Levine, mit der nächsten Stufenleiter die kostbar dahinfließende Zeit vertreibt. Das unter der hermetischen Verschwiegenheit von 2K Boston heranreifende Projekt soll reichlich ambitionierte Züge annehmen. In einem mehre Seiten übergreifenden, ausführlichen Interview von Gamasutra.com plauderte Ken Levine über die Firmenkultur seiner Entwickler-Crew, die auf eine sich über Jahre hinweg erhärtende Tradition zurückblicken kann (das Team setzt sich aus ehemaligen Mitgliedern aus dem altehrwürdigen Looking Glass Studio zusammen).

Das Rekrutierungsverfahren setzt sich aus mühsamen, kleinteiligen Prozessen zusammen, auf das schwer einzuhaltende Ziel hin ausgerichtet, die einzigartige Firmenkultur trotz Hinzunahme von frischen, neuen Entwicklern, nicht verfälschend zu verwässern oder zu versalzen. Die Jungs stellen eben nur Charakterköpfe ein, welche auch wirklich mit der chemischen Feinstruktur von 2K Boston sympathisieren. Und dabei kommt er auch auf das neue Projekt zu sprechen, das neben dem in “fremde” Hände überantworteten BioShock 2 heranwächst.

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README.NFO:
Indie-PAX, Pay to Play, Natal, Turbografx, Portal

Simon Lutstorf, 17. Juli 2009 um 21.05 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

1. Die Finalisten des PAX Indie-Wettbewerbs
(develop-online.com)
Der jeweils an der Penny Arcade Expo stattfindende Indie-Contest hat über 150 Einsendungen erhalten. Zehn davon wurden von der Jury auserkoren und haben die Chance, bald im weltweiten Rampenlicht zu glänzen (wir erinnern uns: letztes Jahr gewann The Maw). Die Finalisten im Schnelldurchlauf (mit Links, zum betrachten und betatschen übers Wochenende): Trino, CarneyVale: Showtime, Closure, Fieldrunners, Liight, Machinarium, Osmos, Puzzle Bloom, What is Bothering Carl?, Tag: The Power of Paint.

2. Sony Japan testet Pay to Play auf PSN
(kotaku.com)
Auf dem japanischen PSN gibt es das Game 100 Yen Gomibako (engl. Trash Panic) für umgerechnet nur $1. Cool, oder? Nicht unbedingt. Nach dem Download hat man nämlich nur drei “Credits” zum Verspielen, danach muss man 100 Yen nachbezahlen für weitere Credits. Im Gegenzug gibt es auch zahlreiche PSN-Goodies zum freischalten, was aber Menschen mit Suchtpotenzial wohl eher schadet. So was kann vermutlich nur in Japan funktionieren – dort sind ja auch Arcade-Automaten immer noch hoch im Kurs, während sie hierzulande langsam aber sicher verschwinden.

3. Gates verspricht Natal für den PC
(cnet.com)
Na das freut uns doch: Bill Gates, seit ungefähr einem Jahr nicht mehr bei Microsoft verpflichtet, hat natürlich trotzdem noch ein paar Insider-Infos parat. Im Interview mit CNET verspricht er, dass die Natal-Kamera mitsamt Gesichtserkennung in “a little over a year” auch an einem Windows-PC funktionieren werde. Eigentlich logisch, wäre ja enttäuschend, wenn MS die vielversprechende Technologie nur auf die Xbox 360 beschränkt. Geplant ist offenbar durchaus der Arbeitseinsatz: “… connect it up to Windows PCs for interacting in terms of meetings, and collaboration, and communication.

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League of Legends:
Free to Play anstatt Abogebühren

Simon Lutstorf, 17. Juli 2009 um 18.29 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

League of Legends vermischt Strategie mit Rollenspiel.
League of Legends vermischt Strategie mit Rollenspiel.

Indie-Entwickler Riot Games hat sich für einen radikalen Strategiewechsel entschieden und bringt sein mit RPG-Elementen aufgebessertes Fantasy-Strategiespiel League of Legends: Clash of Fates als Free to Play-Game auf den Markt. Um zu zocken benötigt man also keinen kostenpflichtigen Zugang, sondern kann kostenlos mitspielen. Wer seine Figuren ein bisschen individualisieren möchte, muss dafür aber in die Tasche greifen und echtes Geld auf den Tresen legen.

Das Spielprinzip orientiert sich am Warcraft III-Mod Defense of the Ancients, das ebenfalls schon von Riot Games programmiert worden war. Habe ich leider nie gespielt, aber anscheinend erinnert das Gameplay auch an Demigod von Gas Powered Games. Die Kombination von Echtzeitstrategie + Rollenspiel ist also in und ich hoffe, dass sich League of Legends durch etwas mehr Spieltiefe und Komplexität von den bisherigen, für meinen Geschmack zu oberflächlichen Free to Play-Spielen abhebt.

League of Legends
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README.NFO:
Gewalt, Dragon Quest, Home, die Wahrheit, Comic-Con

Simon Lutstorf, 16. Juli 2009 um 23.10 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

1. “Brutal normal”
(merkur.de)
Ein lesenswerter und vor allem fairer Artikel zum Ewig-Thema Gewalt in Computerspielen. Wer sich genauer einlesen möchte, dem sei das Buch Die Computerspieler: Studien zur Nutzung von Computergames (Affiliate-Link) von Thorsten Quand, Jeffrey Wimmer und Jens Wolling empfohlen, auf dessen Grundlage auch der Artikel im Merkur geschrieben wurde. Ich hab mir das Buch bestellt, auch wenn knapp 40 Euro relativ viel sind für wenig neue Erkenntnisse. Aber es schadet ja nie, bei einem so umstrittenen Thema ein bisschen tiefer zu graben.

2. Dragon Quest IX kommt, Nintendo jubelt
(kotaku.com)
Dragon Quest IX ist, zumindest in Sachen Verkaufszahlen, DER Renner in Japan. Da verwundert es nicht, dass auch die DSi Verkäufe deutlich angezogen haben. Um genau zu sein, haben sich die Absätze von 51′000 Einheiten in der Woche vor Dragon Quest auf 126′000 nach dem Release mehr als verdoppelt. Und das in einem Land, das im Vergleich zu anderen Staaten bereits eine sehr hohe Dichte an DS-Besitzern hat. Nod bad.

3. Playstation Home: ein Zwischenstand
(edge-online.com)
Wie steht es um Sony’s Playstation Home-Projekt sieben Monate nach dem Launch? Bisher hat uns Home leider noch nicht wirklich überzeugen können und ist eher durch Dinge aufgefallen, die fehlen, als solche, die cool sind. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ein Zwischenstand.

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Wir foppen euch nicht (Spearfishing):
Speerfischen bald als virtuelle Betätigung

Jörg Neißer, 16. Juli 2009 um 20.04 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Die Jagd findet traditionell ohne Sauerstoffgerät statt, ist also nur was für durchtrainierte Typen. So wie Fred hier.
Die Jagd findet traditionell ohne Sauerstoffgerät statt, ist also nur was für durchtrainierte Typen. So wie Fred hier.

Und ich dachte, bereits das Spiel zur Tour de France von gestern wäre kurios gewesen. Da kommt doch glatt der russische Entwickler Biart Studio daher und schickt uns in Spearfishing mit einer Harpune auf Unterwasserjagd. Scheinbar hat sich die Firma auf das kühle Nass spezialisiert, wie ein kurzer Blick ins Portfolio verrät: Diver: DWA, Diving: Red Sea, U-Wars und Check Dive nennen sich die anderen Projekte. Doch zurück zum Speerfischen, was wohl in vielen Ländern ein beliebter “Sport” ist. Warum auch nicht aus dieser Randsportart ein Game machen. Hat bisher ja noch keiner gemacht und klingt auf dem Papier auch sehr spannend. Die Grafik ist auch ansehnlich, sogar ein Mehrspieler-Modus wird geboten, was soll da noch schief gehen?

Ehrlich gesagt ist das Ganze schon nach kurzer Zeit wahrscheinlich ziemlich eintönig. Selbst Upgrades für den Speer würden daran nichts ändern, andere Waffen machen bei dem Namen wenig Sinn. Immerhin ist es definitiv besser die armen Fischis nur virtuell als in echt abzuschlachten. Nach dem Klick gibt’s ein Video und die Pressemeldung. Erscheinungstermin ist das erste Quartal 2010 für XBLA und PC.

Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (10 Bilder)

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Ich liebe Indie-Games!:
Insanely Twisted Shadow Planet
hat Stil

Gerhard Rohrer, 16. Juli 2009 um 14.39 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Big Shadow Planet is watching you!
Big Shadow Planet is watching you!

Gut, ganz genau weiß ich noch nicht, worum es in Insanely Twisted Shadow Planet genau gehen wird. Augenscheinlich kämpft man sich mit seinem UFO durch die Levels eines finsteren Planeten – Wahnsinn inklusive. Das alles ist aber überaus gut in Szene gesetzt worden und bereits nach dem ersten Ansehen des Trailers habe ich schon große Lust, das Game anzutesten.

Das Spiel war ursprünglich für den PC geplant, inzwischen scheint aber auch eine Version für Xbox Live Arcade Thema zu sein. Das Game basiert auf Insanely Twisted Shadow Puppets, wobei es sich anscheinend um eine Serie handelt, die auf Nickelodeon lief. Wann Insanely Twisted Shadow Planet letztendlich erscheint ist noch völlig offen. Genießen wir erstmal den Trailer und freuen uns auf ein hoffentlich baldiges Release. Was sagt ihr dazu?

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Command & Conquer 4:
Auch Solospieler müssen online sein

Simon Lutstorf, 16. Juli 2009 um 14.06 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Command & Conquer 4 gibts nur mit Internetverbindung.
Command & Conquer 4 gibts nur mit Internetverbindung.

Kopierschutz oder Service? Laut einem Community-Manager von Electronic Arts wird man das 2010 erscheinende Command & Conquer 4 auch im Singleplayer-Modus nur spielen können, wenn permanent eine Internetverbindung vorhanden ist. Das sei nötig, um die Fortschritte des Users genau zu erfassen. Was genau getrackt wird, hat der Community Manager nicht verraten. Es ist aber ziemlich klar, dass ein Hauptgrund für die permanente Anbindung ans Internet auch der Schutz vor Raubkopien ist – bei permanenter Verbindung wäre auch ein Schummeln mit gecrackter Software kaum möglich. Da Command & Conquer 4 nur für den PC erscheint, scheint es einigermassen logisch, dass EA in Sachen Kopierschutz vorsorgen will. Eine Zwickmühle.

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