Picross 3D Review / Test
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Klaus am 15. März 2010
Wenn manche Spieler von ihrem persönlichen World of Warcraft erzählen, dann fällt vielleicht mit hoher Wahrscheinlichkeit bei rätselfreudigen Naturen oft der Name Picross. Das an Zahlenknobeleien wie Sudoku erinnernde Spiel entfaltete auf dem Nintendo DS eine enorm süchtig machende Sogwirkung, der sich nicht alle auf Anhieb entziehen konnten.
Picross 3D auf Hieroglyphisch
Nicht wenige haben über 100 Stunden mitt
Picross auf dem DS verbracht, um auch jedes noch so knifflige, verwegene Rätsel zu lösen. Damals wurde Flachland beackert. Jetzt geht die süchtig machende Droge in die Tiefe:
Picross 3D fordert in einer runderneuerten Inkarnation ab sofort das dreidimensionale Vorstellungsvermögen heraus und gewinnt nicht zuletzt dadurch zusätzlich an Faszinationskraft.
Unser Fazit:
Picross 3D ist momentan für mich der Rätselspaß schlechthin auf dem DS. Wer schon Sudoku liebt, und sich gerne in auf Ziffern basierenden Knobeleien verliert, der wird in diesem Machwerk sein persönliches Eldorado finden. Die perspektivische Raumerweiterung verleiht der Serie einen Komplexitätsschub und fordert das dreidimensionale Denkvermögen heraus. Auch der Umfang ist beträchtlich, so dass es lange gehen wird, bis ihr wirklich das Gefühl habt, alles gesehen, alles ausprobiert zu haben. Für Fans von Picross und Rätseln allgemein sicherlich ein obligatorischer Pflichtkauf. Vielleicht hatten manche Skeptiker die Befürchtung, Picross würde sich infolge des Sprungs in die dritte Dimension verzetteln. Glücklicherweise ist das Gegenteil ist der Fall!
9/10 - Großartig (Eine 9 ist eine hervorragende Errungenschaft. Es gibt kleinere Ungereimtheiten, die aber vernachlässigbar sind und das Gesamtbild nicht erschüttern können.)
Wir bedanken uns ehrerbietigst bei Klaus für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters
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Heavy Rain Review / Test
Geschrieben von
Simon Lutstorf am 1. März 2010
Ein PS3-exklusiver Blockbuster, eine neue Art des Geschichte-Erzählens, ein grafisches Meisterwerk sollte es werden: Heavy Rain ist das bisher ambitiöseste Werk des französischen Entwicklers Quantic Dream rund um David Cage. Eine Revolution ist es aber nicht.
Nach den vor allem dank ihrer spannenden Geschichten erfolgreichen Games Fahrenheit und The Nomad Soul wagte sich Quantic Dream an einen dicken Brocken. Heavy Rain sollte nicht nur eine fesselnde Story in atemberaubender Grafik auf den Screen zaubern, sondern dem Spieler auch noch etwas zurückgeben, was ihm viele Games sonst nur sehr selektiv oder gar nicht anbieten: Entscheidungsfreiheit. Make choices. Face the consequences liess auf ein Werk hoffen, dass der in Games möglichen Interaktivität endlich etwas mehr Bedeutung verleiht, als nur die Wahl der Waffe oder des Rennautos.
Heavy Rain
Unser Fazit: Noch selten hat mich ein Spiel so sehr an den Bildschirm gefesselt wie Heavy Rain. Die düstere Stimmung, die über weite Strecken aufwühlende Geschichte und die hervorragende musikalische Untermalung sorgen dafür, dass man sich nicht mehr von der Konsole trennen will, bis der Mörder gefunden, das Rätsel gelöst ist. Dabei schafft es Heavy Rain auch, den Spieler zu einigen äusserst unangenehmen, und trotzdem grausam spannenden Entscheidungen zu zwingen – Entscheidungen notabene, bei denen man nicht weiss, wie die Konsequenzen genau aussehen. Wer eine PS3 besitzt, sollte dieses Game spielen, punkt.
Aber: Auch Heavy Rain ist nicht perfekt. Die Geschichte leistet sich gegen Ende einige (zum Teil furchtbar klischee-besetzte) Patzer. Schuld daran sind auch die, etwas distanziert gesehen, ziemlich flachen Darsteller, die nur dank der stetigen Spannung nicht so sehr als solche auffallen. Bemängeln muss man leider auch die Steuerung, die zwar grösstenteils zufriedenstellend funktioniert, an einigen Stellen aber nervige Aussetzer hat. Und, vielleicht der wichtigste Punkt: Auch wenn es Heavy Rain in zahlreichen Situationen gelingt, die Illusion einer Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen aufrecht zu erhalten, merkt man während des Spielens eben doch unweigerlich, dass manchmal etwas mehr Schein als Sein dahinter steckt – und das kann mitunter enttäuschen.
8/10 – Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert. )
Wir bedanken uns bei Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.
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Darksiders: Wrath of War Review / Test
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Jörg am 20. Februar 2010
Joe Madureira dürfte dem einen oder anderen noch als brillianter Zeichner einiger X-Men-Ausgaben in Erinnerung sein. 2005 gründete er zusammen mit einigen Mitarbeitern Vigil Games, dies ist das erste Spiel des jungen Entwicklerhauses.
Bereits ein Jahr später nahm THQ das kleine Studio unter seine Fittiche, offenbar hatte da jemand bereits in so einem frühen Stadium ein gutes Auge für Qualität. Das Vertrauen sollte auch nicht enttäuscht werden, wie ihr in unserem Test nun nachlesen könnt.
Nicht nur Kriegs Schwert ist überdimensioniert, seine Entschlossenheit steht dem in nichts nach.
Unser Fazit: Darksiders kann zwar nicht mit Innovationen punkten und erreicht auch nie die Qualität der augenscheinlichsten Inspirationsquelle, es glänzt dafür aber mit exzellenter Spielbarkeit. Die meisten Ideen stammen dabei verlüffenderweise aus The Legend of Zelda, wer also keine Nintendo-Konsole sein Eigen nennt, muss nicht länger neidisch auf die fremden Kisten und ihre Abenteuer mit Langohr Link blicken. Darksiders bedient sich jedoch nicht nur reichlich an etlichen Gameplay-Elementen der Videospiel-Historie, es klaut geradezu frech was das Zeug hält. Doch wenn das Ganze dann so stimmig verquickt und in Szene gesetzt wurde wie in diesem Fall, kann man den Entwicklern überhaupt nicht böse sein. Eher das Gegenteil ist der Fall. Statt purer Action, von der auch mehr als genug geboten wird, erwartet den volljährigen Spieler ein ausgewachsenes Action-Adventure mit erwachsener Phantasy-Optik und ausladenden Arealen zum erkunden.
9/10 – Großartig (Eine 9 ist eine hervorragende Errungenschaft. Es gibt kleinere Ungereimtheiten, die aber vernachlässigbar sind und das Gesamtbild nicht erschüttern können.)
Wir bedanken uns bei THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.
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Mass Effect 2 Review / Test
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Jörg am 8. Februar 2010
Jeder, der sich auch nur einen Funken für Sci-Fi-Universen interessiert, muss den Spielen und Büchern aus der Mass Effect-Reihe eine Chance geben. Kaum ein anderes Machwerk im digitalen Bereich strahlt eine ähnliche Faszination aus und kann neben solchen Größen wie Star Trek, Firefly oder Star Wars bestehen.
Die Zeit für Spielchen ist vorbei. In der Forsetzung des 2007 erschienen Titels können nicht nur die Crewmitglieder von Commander Shepard draufgehen, sondern sogar der Protagonist selber! Dementsprechend ist die Stimmung im zweiten Teil auch düsterer, fühlen sich die Entscheidungen reifer an. Wir wollen in diesem Review auf keine Story-relevanten Themen eingehen, damit sich der Leser mit ungetrübter Vorfreude in das neue Abenteuer stürzen kann. Um den größtmöglichen Genuss mit dem Spiel zu haben empfehlen wir aber dringend, den ersten Teil zu spielen und wenn möglich auch beide Romane zu lesen. Ebenso sollte sich jeder im Klaren darüber sein, dass ihn auch im zweiten Teil wieder ein waschechter 3D-Shooter/RPG-Hybride erwartet.
Der Illusive Man hat einen Sinn für das Schöne.
Unser Fazit: Mass Effect 2 ist beileibe nicht DAS perfekte Game, es gibt einige Bereiche die durchaus noch Verbesserungen vertragen könnten. Es bietet allerdings perfekte Unterhaltung und ist im direkten Vergleich zum Vorgänger das in allen Belangen bessere Spiel. Die wirklichen Stars sind wieder die packende Story und das lebendige, phantasievolle, bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Universum. Den Shooter-Part, der im ersten Teil wirklich versemmelt wurde, hat BioWare dieses Mal auch richtig hinbekommen. Mass Effect 2 fühlt sich zu gleichen Teilen wie ein vollwertiges Rollen- und Actionspiel an. Den Unterschied zu vielen anderen AAA-Titeln machen aber ganz eindeutig die Charaktere aus, für die man sich ernsthaft interessiert und sich um ihr Wohlergehen sorgt. In dieser Disziplin ist BioWare derzeit mit einigen wenigen anderen Entwicklern zusammen an der Spitze auf unserem Planeten. Dieses Meisterwerk katapultiert euch mit geballter Kraft in eine andere Welt und lässt euch erst wieder los, wenn ihr jeden Winkel erkundet und die wunderbare Story zu Ende gelebt habt.
10/10 - Sensationell (10er sind so nah an der Perfektion, wie es auf einem System oder in einem Genre überhaupt möglich ist. Pure, ungetrübte Videospiel-Ekstase.)
Wir bedanken uns bei EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters
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Assassin’s Creed II Review / Test
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Jörg am 11. Januar 2010
Kann die unvermeidliche Fortsetzung zu einem der meist gehypten Spiele der letzten Jahre halten, was die Rezensionen der großen Magazine und Webseiten versprechen? Wir verraten euch die ungeblümte Wahrheit.
Wurde für die Promotion des ersten Teils noch die kanadische Geek-Schönheit Jade Raymond eingespannt, lief beim zweiten Teil alles über virales Marketing mit mysteriösen Botschaften und Symbolen, sowie eine Reihe aufwendig produzierter Kurzfilme, die unter dem Titel “Lineage” die Vorgeschichte der Charaktere beleuchten. Auch das war genug, um die Verkaufszahlen in für Ubisoft bequeme Höhen schnellen zu lassen. Doch ohne Umschweife jetzt zu der Frage, die uns alle am meisten beschäftigt.
Unten die wundervolle Atmosphäre des venezianischen Hafens, über den Dächern geht Ezio seinem Handwerk nach.
Unser Fazit: Ist der zweite Teil besser als das Original? Ja. Und nein. Auf der einen Seite gibt es augenscheinlich mehr zu tun, zu sammeln und freizuschalten, wirklich neu ist bis auf die an den persischen Prinzen angelehnten Katakomben aber nicht wirklich viel. Das Kraxeln an den Fassaden bereitet nach wie vor große Freude, allerdings waren die Gebäude im ersten Teil prunkvoller und den Weg nach oben zu finden war von größerer Abwechslung und Herausforderung geprägt. Das Kampfsystem fühlt sich nach wie vor nicht sonderlich ausgereift an und eine wirkliche Stealthkomponente, wie man sie bei einem Spiel dieser Art vermuten würde, ist leider nur rudimentär vorhanden. Was Assassin’s Creed II aber richtig gut macht ist, dass es eine wahnsinnig tolle Stimmung eines längst vergangenen Italiens vermittelt und ganz nebenbei als interaktive Geschichtsstunde glänzen kann. Es macht wie schon der Vorgänger mal mehr mal weniger Spaß, schafft es insgesamt aber nicht, sich deutlich genug davon abzuheben. Wer bereits am Original viel Freude hat, wird auch hier gut bedient, allerdings darf man keine wirkliche Evolution erwarten.
7/10 – Gut (Eine 7 steht für solide Spiele, die definitiv ihre Freunde finden werden. Lässt Wiederspielwert vermissen, ist zu kurz oder weist andere Mängel auf, die nicht ignoriert werden können. Die Erfahrung bereitet aber insgesamt Spaß.)
Wir bedanken uns bei Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.
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Dragon Age – Origins Review / Test
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Jörg am 14. Dezember 2009
Als ob BioWare derzeit nicht schon genug um die Ohren hätte mit Mass Effect 2 und dem Knights of the Old Republic MMO, ist nun noch ein weiteres Machwerk mit epischen Proportionen im Handel erhältlich.
Seit den beiden Baldurs Gate-Teilen stehen die Projekte der Softwareschmiede aus Kanada ganz hoch in der Gunst der Rollenspieler. Mit dem grandiosen Star Wars: Knights of the Old Republic wurde dann ein neues System eingeführt, das mit leichten Anpassungen in den Nachfolgeprojekten Mass Effect und Dragon Age: Origins zum Einsatz gekommen ist. Mit allen positiven und negativen Punkten die es mit sich bringt: Die ausnahmslos gesprochenen Dialoge, die moralischen Entscheidungen und die immer nur häppchenweise erkundbare Welt findet man auch alle im aktuellen Titel wieder.
Die Kamera kann in den Kämpfen frei um die Charaktere gedreht werden.
Unser Fazit: BioWare liefert mit Dragon Age Origins ein wahrhaftiges Epos ab. Wer will, kann locker 60-70 Stunden (ohne DLC) bei einem einzigen Durchspielen in Fantasyreich Ferelden verbringen. Die Stärken sind ganz klar die ausgefeilten, tiefgründigen Charaktere und die wirklich bis ins kleinste Detail durchdachte Welt mit ihrer fein ausgearbeiteten Hintergrundgeschichte: Wer alle Texte, die im Kodex gesammelt werden, lesen will, hat einen kleinen Roman vor sich. Aus der dicht gesponnenen Story mit all ihren glaubwürdigen Mitwirkenden zieht DAO auch seine ganze Kraft. Leider offenbaren sich mit der (bis auf einige löbliche Ausnahmen) statischen Queststruktur, dem launigen Schwierigkeitsgrad und den mangelnden Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Kämpfe einige Schwächen, was sich in der Gesamtwertung niederschlagen muss. Entdeckernaturen sind hier völlig fehl am Platze, wer sich aber mit Vorliebe durch ellenlange Dialoge wühlt (es wird eindeutig mehr geredet als gekämpft), bekommt hier ein tolles Machwerk geboten.
8/10 – Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert.)
Wir bedanken uns bei Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.
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Divinity II Ego Draconis Review / Test
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Jörg am 13. November 2009
Bereits 2002 überraschten die Larian Studios Presse und Spieler gleichermaßen positiv mit ihrem Diablo-Klon Divine Divinity und dem nur leicht veränderten Spin-Off Beyond Divinity. Sieben Jahre später sind die Wurzeln noch immer zu erkennen, allerdings wurde dieses Mal ein waschechtes Rollenspiel in 3D abgeliefert.
Scheinbar sind viele der Tester ein wenig vergesslich oder neu in dem Geschäft, denn Divinity II wird vielerorts als “Überraschung” gefeiert. Mir war der Titel aber, um ganz ehrlich zu sein, auch absolut kein Begriff vor dem Test. Ich gehe allerdings sehr gerne total unverbraucht an ein Spiel. Besonders spannend erschien mir, eine europäische Produktion dem Bioware-Monstrum Dragon Age: Origins gegenüberzustellen (Test hierzu folgt). Beide locken mit Drachen im Titel und welcher Rollenspieler kann da schon widerstehen? Der Vergleich muss noch ein wenig warten, heute lest ihr erst mal meine Gedanken und Einschätzungen zu Divinity II Ego Draconis.
Die Gebäude der Menschen haben einen mittelalterlichen Touch.
Unser Fazit: Divinity II ist genau das richtige Spiel für verregnete Herbsttage. Man taucht vollständig ab in seine Welt und verlässt Rivellon erst, wenn jeder Millimeter erkundet und jede noch so beiläufige Quest erledigt wurde. Trotz holprigem Start, teils schwacher Technik und hässlichem Interface, lässt einen die gelungene und hochgradig süchtig machende Mischung aus Elementen von Gothic, Drakan und Diablo so schnell nicht mehr aus ihrem Bann. Die Larian Studios haben ein wundervolles Universum voller Drachen, Zeppeline, Trolle und Ritter erschaffen. Um das Action-lastige Gameplay wurde genau die richtige Dosis Rollenspiel-Elemente herumgesponnen und auch der Humor kommt nicht zu kurz (ein Charakter sammelt bspw. “erotisch gravierte Kanonenkugeln”). PC-Spieler, die mit vergleichbarer Kost überschüttet werden, gähnen leicht gelangweilt. Xbox-Besitzer freuen sich über eine seltene Gattung auf ihrer Konsole.
8/10 – Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert.)
Wir bedanken uns bei dtp Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.
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Panzer General Allied Assault Review / Test
Geschrieben von
Jörg am 4. November 2009
Die Panzer General-Serie weilt schon über eine Dekade unter uns. Bereits im Jahr 1994 erschien der erste Teil für MS-DOS PCs, sogar ein offizieller Ableger für den Nintendo DS ist erhältlich. Allen Titeln gemeinsam ist die rundenbasierte Strategie, die in der neusten Inkarnation allerdings gehörig von der bisherigen Formel abweicht.
Allied Assault spielt sich nämlich nicht nur wie ein Brettspiel, im Januar erscheint sogar eins mit gleichem Namen, auf dem der XBLA-Titel basiert, mit nur leicht modifizierten Regeln. Das dieses Konzept funktionieren kann, haben vorher schon viele andere Umsetzungen wie Siedler von Catan, Carcassonne oder Zug um Zug vorgemacht. Panzer General Allied Assault ist allerdings ein Spiel für ganz kleine Runden, denn an einer Konsole darf nur alleine und online nur zu zweit um die Vorherrschaft auf den 6×5 Felder zählenden Spielbrettern gerungen werden. Die hexagonalen Felder weichen dieses Mal rechteckigen.
Unser Fazit: Die Mischung aus Elementen eines Sammelkartenspiels wie Magic the Gathering (ohne den Aspekt des Sammelns) und rundenbasierter Strategie, offenbart erst nach einer langatmigen und für viele langweiligen Eingewöhnungsphase ihr wahres Gesicht. Wenn man sich aber erst mal an das extrem langsame Tempo und die zu Beginn erschlagende Vielfalt an Dingen die es zu beachten gilt gewöhnt hat, will man gar nicht mehr aufhören neue Karten freizuschalten. Auf lange Sicht sind die nur zwei und zudem noch relativ ähnlichen Fraktionen allerdings zu wenig, hier könnte vielleicht mit DLC Abhilfe geschafft werden. Wer sich für beide Genres interessiert, muss einen Blick riskieren und sollte sich nicht von dem anfänglich staubtrocken wirkenden Gameplay abschrecken lassen.
8/10
Wir bedanken uns bei Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.
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Forza Motorsport 3 Review / Test
Geschrieben von
Simon Lutstorf am 31. Oktober 2009
Wenn ein tolles Spiel wie Forza Motorsport 2 einen Nachfolger bekommt, dann stehen die Chancen sehr gut, dass auch dieses Stück Software in der höchsten Liga mitspielt. Insofern könnte man einfach feststellen: Forza Motorsport 3 ist wie sein Vorgänger, nur “grösser, besser, schneller” – damit wäre eigentlich alles gesagt und jene, die sehnsüchtig auf quietschende Reifen und heulende Motoren warten, können ihr saurer Erspartes ohne nachzudenken ausgeben. Aber wir wollen ja nicht so sein: Natürlich gibts trotzdem ein ausführliches Review mit Fazit von uns.
Unser Fazit: Forza Motorsport 3 ist die neue Referenz im Bereich realistischer Rennspiele. Die überragende Fahrphysik, der riesige Umfang, die ausufernden Möglichkeiten, seinen Wagen optisch und technisch zu individualisieren, verbunden mit zahlreichen Community-Funktionen; da wird sich der ewige Konkurrent Gran Turismo 5 im kommenden Frühjahr vermutlich einige Zähne ausbeissen. Etwas enttäuschend ist das komplette Fehlen von Wettereffekten, nicht einmal ein Tag- und Nachtmodus wurde integriert. Auch einige Ungereimtheiten im Gamedesign an sich sorgen manchmal für ein Kopfschütteln. Wieso kann ich kein schnelles Spiel nach meinen Wünschen einrichten? Gerade bei solch einfachen Dingen scheitert Forza Motorsport 3 leider kläglich. Trotzdem liefert Turn10 mit diesem Werk eine Hommage an den Rennsport und an tolle Autos allgemein ab. Es würde mich nicht wundern, wenn in der nächsten Zeit eine erhöhte Nachfrage nach Lenkrädern für Xbox 360 und PC vom Erfolg dieses Titels zeugt.
9/10
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Brütal Legend Review / Test
Geschrieben von
Jörg am 24. Oktober 2009
Die Geschichte wiederholt sich: Bereits vor zehn Jahren hatte die Entwicklerlegende Tim Schäfer, der unter anderem für solche Geniestreiche wie Grim Fandango und Psychonauts verantwortlich zeichnet, einen Ausflug in ein ruppigeres Szenario mit harten Gitarrenklängen unternommen. Doch sein Wunsch, ein Spiel rund um Metal-Musik zu stricken war so stark, dass wir nun ein zweites Mal mit den Konsequenzen leben müssen.
Da Schäfer seinerzeit bei LucasArts tätig war und Adventures Anfang der Neunziger DAS große Ding waren, konnte Full Throttle natürlich nur in diesem Genre Wirklichkeit werden. Schon damals mischte er ungewöhnliche Actionsequenzen in die Rätselkulisse, ein erstes Zeichen der Dinge die uns noch erwarten sollten. Etliche Jahre und Prozessorupgrades später dürfen wir in eine erheblich lebendigere, lautere und buntere Welt eintauchen.
Atemberaubende Bauwerke wie dieses gibt es etliche zu bestaunen.
Unser Fazit: Auf der einen Seite schafft es Brütal Legend mit seinem wunderbaren Setting restlos zu begeistern, auf der anderen drücken zu kurze Spielzeit und bunt zusammengewürfelte Genres, die einfach nicht zu einem großen Ganzen zusammenwachsen wollen, auf den Spielspaß. Selbst wer sich Zeit lässt, hat nach maximal 12-15 Stunden im Singleplayer alles gesehen (wer nur die Storymissionen erledigt ist in weniger als der Hälfte der Zeit durch) und der Multiplayer ist nicht jedermanns Sache. Das Beat’em Up bietet zu wenig Tiefgang, die offene Welt nur mäßige Minispiele, die Strategie ist zu rudimentär und erlaubt kaum ein genaues Dirigieren der Einheiten. So macht Brütal Legend zwar Spaß, ist aber spielerisch nicht der erhoffte Überknaller. Es ist im positivsten Sinne ein Plattencover zum mitspielen und setzten dem Heavy Metal und den Roadies ein unvergleichliches Denkmal.
7/10
Wir bedanken uns bei EA für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.
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