Nov 102010
 

Shaun White, amerikanischer Snowboarder und Busenfreund von Tony Hawk darf diesmal, im neuen Release von Ubisoft, seinen Namen für ein Skateboard-Spiel hergeben. Schauen wir also mal, ob er auf dem Skateboard eine ähnlich gute Figur macht, wie auf dem Snowboard.

Unser Fazit:Shaun White Skateboarding ist ein kurzweiliger Zeitvertreib und bringt insbesondere Gelegenheitsspielern durchaus ein paar Stunden ordentlichen Spielspaß. Dabei hilft vor allem die leicht zu erlernende Steuerung und das gut zugängliche Gameplay. Es macht durchaus Spaß mit anzusehen, wie die graue Welt sich nach unseren Aktionen wieder in bunte Farben hüllt. Aufgrund der geringen Anforderungen an den Spieler, den fehlenden Tiefgang im Spiel und dem doch recht mageren Online-Modus kommen jedoch Joystick-Profis und ambitionierte Skateboard-Fans eher nicht auf ihre Kosten. Die Hintergrundgeschichte ist interessant und verpasst dem Spiel damit einen ganz eigenen Charme. Dazu kann der gelungene Soundtrack mit kompletter lokalisierter Sprachausgabe über die triste und detailarme Grafik nur wenig hinwegtrösten – Clippingfehler und Popups fallen immer mal wieder störend auf. Die Möglichkeit das Spiel auch in 3D zu spielen ist positiv hervor zu heben, konnte aber wegen fehlender Hardware leider nicht getestet werden.

7/10 – Gut (Eine 7 steht für solide Spiele, die definitiv ihre Freunde finden werden. Lässt Wiederspielwert vermissen, ist zu kurz oder weist andere Mängel auf, die nicht ignoriert werden können. Die Erfahrung bereitet aber insgesamt Spaß.)

Wir bedanken uns bei Ubisoft für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters

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Nov 052010
 

Die Ausflüge der Sims auf Konsolen verdienten sich in der Vergangenheit im Vergleich zu den am PC unfassbar erfolgreichen Lebenssimulationen den Titel „Ableger“ redlich. Das soll jetzt nicht negativ klingen, Spaß machten die Umsetzungen allemal.

Doch wer eben ein authentisches Sims-Gefühl haben wollte, musste bisher immer auf PC und Mac zurückgreifen, da EA auf den Konsolen ein ganz eigenes Süppchen kochte. Ob sich das mit dem dritten Teil geändert hat, können wir euch auch nicht mit 100%iger Sicherheit sagen, da uns der Genuss von Sims 3 am PC bisher noch verwehrt blieb. Der folgende Test beruht somit auf jungfräulichen Erlebnissen mit dem dritten (Konsolen)Teil, einen Vergleich können wir euch in diesem Test leider nicht anbieten.

Unser Fazit: Wer nicht die Möglichkeit hat, aus welchen Gründen auch immer, Die Sims 3 auf einem PC mit Maus zu spielen, der darf gerne auf die Versionen für PS3 und Xbox 360 zurückgreifen. Die Grunderfahrung lässt sich dieses Mal noch am ehesten mit der aus den ersten beiden Teilen am PC vergleichen, auch wenn für die Konsolen (natürlich) wieder einiges angepasst wurde. Features wie das Karma-System oder die Herausforderungen, mit denen sich allerhand freischalten lässt, passen aber prima ins Gesamtbild. Die Vielfalt der Charaktere die sich erstellen lassen, ist enorm, wodurch es auch auf lange Sicht viel zu entdecken und experimentieren gibt.

Die indirekten Steuerung wurde überraschend gut für das Joypad angepasst, man hat alle Funktionen nach einer kurzen Eingewöhnungsphase perfekt im Griff. Im Bezug auf die Online-Anbindung wurde viel Potential verschenkt; es dürfen keine Freunde besucht werden, lediglich das Tauschen von Sims und Gegenständen ist vorgesehen. Alles in allem aber ist diese Portierung mehr als gelungen und beschert Fans dieser Art von Spielen, und solche die es werden wollen, zahllose unterhaltsame Spielstunden.

8/10 – Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert.)

Wir bedanken uns bei EA für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.

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Sep 232010
 

Lange mussten Fans des Vorgängers auf die Fortsetzung warten, doch endlich ist er da: Der zweite Teil zum Überraschungshit Mafia des Jahres 2002.

Die Vorzeichen standen von Beginn an gut, denn der Entwickler des Originals (Illusion Softworks, jetzt 2K Czech) durfte sich auch um das Sequel kümmern und sich dabei scheinbar alle Zeit der Welt lassen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich am eigentlichen Gameplay kaum etwas geändert hat. Wer Mafia mochte, wird auch mit dem Nachfolger rundum zufrieden sein.

Die gute alte Zeit.
Die gute alte Zeit.

Unser Fazit: Wenn Mafia II ein Film wäre, würde man es für seine grandiose Ausstattung loben. Lediglich Liberty City kann Empire Bay in Sachen Detailreichtum das Wasser reichen. Andere Vergleiche zu GTA IV, abgesehen von der freien „Autowahl“, können nicht gezogen werden. Die in den vierziger und fünfziger Jahre angesiedelte Gangster-Saga ein sehr geradliniges Action-Spiel geworden. Wie schon beim Vorgänger dient die Stadt größtenteils nur als wunderschöne Kulisse für die Story, bietet darüber hinaus aber kaum Aktionsmöglichkeiten. Wenn ihr den ersten Teil gespielt habt, dann kommt euch die Mischung sicher bekannt vor: Etwa zwei Viertel des Spiels bestehen aus Autofahrten, in denen ein besonders Auge auf die Gesetzeshüter zu richten ist, ein Viertel kommt der Story zuteil und das letzte Viertel wird in grandiosen Action-Sequenzen zugebracht.

Die Spieldauer geht mit etwa sechzehn Stunden noch in Ordnung, allerdings werdet ihr diese Zeit nur in Empire Bay verweilen können, wenn ihr auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad spielt, so gut wie alle Erfolge/Trophäen ergattert und ab und zu auch mal die Schönheit der Umgebung genießt. Alle anderen bekommen das Ende erheblich früher zu sehen, was in Anbetracht der langen Wartezeit natürlich mehr als schade ist.

8/10 – Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert.)

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Jul 222010
 

Es ist wie verhext. Gerade war es noch knapp 20.00 Uhr. Als ich das nächste Mal auf die Uhr gucke ist es schon 23.50 Uhr. Dabei wollte ich doch nur noch mal eben den einen Level zu Ende spielen. Und jetzt kommt gleich dieser fiese Boss-Gegner – nur noch den und dann geht es ins Bett. Boss gelegt, Epische Waffe gefunden, die muss ich noch kurz mal ausprobieren und schon ist es halb ein Uhr in der Nacht. Verdammt. Dieses Spiel raubt mir den Schlaf – und das ohne Online-Modus.


Die Rede ist von Torchlight. Dem Diablo-Klon aus dem Hause Runic Games, geschaffen von den beiden ehemaligen Blizzard North-Gründern Travis Baldree und Max Schaefer.  Um es vorweg zu nehmen, Torchlight fühlt sich an wie Diablo, es spielt sich wie Diablo und es sieht aus wie Diablo mit dem Grafikstil von WOW. Und das ist eher ein Kompliment als eine Kritik.

Unser Fazit: Torchlight sieht gut aus. Torchlight macht Spaß. Klar, eigentlich bietet Torchlight wenig Neues. Die Ähnlichkeit zu Diablo ist nicht zufällig. Weder optisch noch von der Qualität. Hier passt einfach alles zusammen. Ansprechende Grafik (Comicstil), riesige Dungeons, Items, Waffen, Rüstungen ohne Ende, motivierendes Leveldesign, abwechslungsreiche und fordernde Gegner – RPG-Herz was willst du mehr? – Vielleicht einen Mehrspielermodus, ein paar mehr Charakterklassen oder die eine oder andere Quest mit mehr Tiefgang. Dennoch ist Torchlight absolut gelungen und für jeden Fan des Vorbilds auf jeden Fall einen Kauf wert. Für mich das perfekte Spiel um die Wartezeit auf Diablo 3 zu überbrücken.

8/10 – Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert.)

Wir bedanken uns bei JoWooD für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.

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Jun 282010
 

Die Erde beginnt zu wackeln. Donnergrollen aus der Ferne – näherkommend. Dunkle Schatten überziehen die sonnige Ruinenlandschaft. Ich laufe. Der Boden, die ganze Welt scheint um mich zusammenzubrechen. Ich laufe immer weiter, immer schneller aber es scheint kein Entkommen zu geben. Stein für Stein fällt alles um mich zusammen – wo soll ich nur hin? Dort entlang, schneller, schneller….

Über 20 Jahre nach dem ersten Prince of Persia (1989 für so ziemlich alle damals erhältlichen Systeme) schickt sich Ubisoft an unseren Prinzen, passend zum Erscheinen des ersten Prince of Persia-Kinoabenteuers, auf eine weitere kniffelige und spannende Reise zu schicken. Nach Prince of Persia: Rival Swords aus dem Jahr 2007 ist auch Nintendos Wii wieder mit im Boot und soll Dank Wiimote und Nunchuk-Steuerung ein besonderes Spielgefühl vermitteln.

Unser Fazit: Ubisoft hat das neue Abenteuer des persischen Prinzen für die Wii nicht einfach von den HD-Konsolen kopiert, sondern ein völlig eigenständiges Abenteuer, mit eigener Geschichte, entworfen. Hierbei hat man versucht, die Steuerungsmöglichkeiten der Wii ausnutzen, was aber nur ansatzweise gelungen ist. Die Geschichte hat Ihren Reiz und die grafische Umsetzung auf der Wii ist größtenteils gelungen – was man vom Soundtrack leider nicht behaupten kann. Es wurde komplett auf einen fesselnden, spannungsaufbauenden Soundtrack verzichtet. Die meiste Zeit hört man gar keine Musik – und wenn, dann ist nur leises Hintergrundgegudel zu hören. Schade, denn das nimmt dem Spiel einiges an Spielspaß. Animationen und Klettereien wurden schön in Szene gesetzt, sind aber nie wirklich herausfordernd. So bleibt leider das mulmige Gefühl in der Bauchgegend zurück, dass Ubisoft hier noch schnell einen Titel zum Merchandise des Filmes mitgeben wollte und dabei einiges an Qualität hat liegen lassen. Durch den geringen Schwierigkeitsgrad ist das Spiel für eher für Anfänger als für den ambitionierten Gamer geeignet, der sich schnell langweilt und das Spiel nach wenigen Stunden durchgespielt hat.

6/10 – In Ordnung (Die 6 ist ein wenig besser als der Durchschnitt, aber auch nichts besonderes. Fans des Genres könnten ihren Spaß haben, aber der Großteil wird unbefriedigt zurück bleiben.)

Wir bedanken uns bei Ubisoft Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.

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Jun 182010
 

Ich liege auf dem zweiten Platz, der Wagen vor mir passiert gerade eine kritische Stelle. Wenn ich ihn jetzt nicht erwische, hat er das Rennen so gut wie in der Tasche. Glücklicherweise zeigt meine Energieleiste noch genügend Reserven. Auf Knopfdruck fliegt der am Straßenrand geparkte Tanklaster effektvoll in die Luft.

Der Erstplatzierte gerät durch die Druckwelle der Explosion ins schleudern und zerschellt in einem spektakulären Crash an der Leitplanke. „Erwischt!“ denke ich mir jubilierend, doch nur Sekundenbruchteile später sehe ich aus dem Augenwinkel eine riesige Abrissbirne auf mich zurasen. Unwillkürlich ziehe ich den Kopf ein, nur um mich im gleichen Moment darüber zu amüsieren. „Hey, es ist doch nur ein Spiel, du Depp.“ Doch weder diese Reaktion noch die abrupte Lenkbewegung zeigen auch nur den Hauch von Erfolg. Gnadenlos zeigt mir das Spiel den Totalschaden in einer Außenansicht. Ich fluche. Zurückgefallen auf den vierten Platz und nach der nächsten Kurve wartet bereits die Ziellinie. Beim nächsten Mal lasse ich mich nicht so leicht abschütteln!

Noch steht der Turm.
Noch steht der Turm.

Unser Fazit: Was hier auf dem Bildschirm geboten wird, geht weit über den normalen Arcade-Raser hinaus. Split/Second ist mehr Action-Orgie als Rennspiel, gefahren werden muss aber natürlich trotzdem ordentlich. Leider ist der Tiefgang auch nicht viel höher, als bei einem typischen Sommer-Blockbuster mit Starbesetzung. Die Zerstörung der Umgebung ist das einzige Alleinstellungsmerkmal, welches zwar perfekt in Szene gesetzt wurde, aber auch einige Limitationen im Gameplay offenbart. Split/Second ist dennoch das perfekte Spiel für Adrenalin-Junkies und ausgehungerte Bournout-Fans, mit etwas zu geringem Wiederspielwert und leider nur acht Wagen gleichzeitig auf der Stecke.

8/10 Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert.)

Wir bedanken uns bei Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.

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Apr 092010
 

Ich konnte noch nie etwas mit Hack’n Slay-Games anfangen und habe sie deshalb gemieden. Inzwischen habe ich meine Meinung geändert – dank God of War III.

God of War III.
God of War III.
Unser Fazit: God of War III ist eine Wucht! Man schnetzelt sich in diesem Racheepos und abschließenden Teil der Trilogie durch eine gewalt(tät)ige Version der griechischen Mythologie, um es am Ende mit Zeus aufzunehmen, dem Herrn des Olymps. Das ganze wird dabei nahezu perfekt in Szene gesetzt und lässt die Kinnlade mehrmals den Boden berühren. Alleine die ersten 10 Minuten von God of War III sind ein Meilenstein der Videospielgeschichte, absolut on Top und schwer in Worte zu fassen. Das muss man einfach einmal gespielt haben! Wo viel Licht ist, ist auch so mancher Schatten und deshalb ist auch God of War III nicht ganz frei von Schwächen. Diese sind jedoch marginal und an einer Hand abzuzählen, weshalb es für God of War III nur eine Empfehlung gibt: Kaufen!

9/10 – Großartig (Eine 9 ist eine hervorragende Errungenschaft. Es gibt kleinere Ungereimtheiten, die aber vernachlässigbar sind und das Gesamtbild nicht erschüttern können.)

Wir bedanken uns bei Sony für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.

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Apr 012010
 

Der packende Debütroman Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky erlangte den Status eines Kultbuches, worin der Autor die Metro von Moskau zu einem phantasievollen, dystopischen Zufluchtsort für die verbliebenen Menschen stilisierte. Die vom ukrainischen Entwicklerteam 4A Games gleichnamige Videospiel-Anpassung nimmt sich des literarische Erfolgserbes an und konstruiert aus dem reichhaltigen Material ein stimmungsvoll inszeniertes Abenteuer.

Diesmal also ein Spiel zum Buch. Eine interessante, ungewöhnliche Ausgangslage. Zunächst die Hintergründe: Dmitry Glukhovsky, der Autor des in Endzeitstimmung schwelgenden Romans, konnte zu Beginn diesen durchschlagenden, weltweiten Erfolg nicht wirklich einkalkulieren. Die Fahndung nach Verlagen erwies sich als problematisch, weswegen er die Publikation seines geschaffenen Werkes über das Internet betrieb. Dort scharten sich gleich enthusiastische Fan-Scharen zusammen und in Zusammenarbeit mit der Internet-Gemeinde entstand dann das gerühmte Metro 2033. Das Videospiel selber besinnt sich nicht sklavisch darauf, die im Buch ausgebreitete Fiktion nibelungentreu nachzuerzählen, sondern liefert eine medienspezifische Umarbeitung mit einer adrenalinreifen, intelligent aufgemachten Anpassung. Das Spiel selber dürfte dem Erfinder des Szenarios treu geblieben sein, entstand es doch in enger Zusammenarbeit mit dem Autor.

Unser Fazit: Metro 2033 gelingt das schwer zu meisternde Kunststück, sich im stark nivellierten, stromlinienförmigen Markt der Ego-Shooter positiv aus der in Reih und Glied aufgestellten Masse hervorzutun. Durch frisch anmutende Ideen, ein anregendes Szenario und eine überbordende Detailverliebtheit geht der eigentlich auf eine konventionelle Mechanik zurückgreifende Shooter mit vielerlei exklusiven Alleinstellungsmerkmalen auf Brautschau. Der noch unverbrauchte Schauplatz wurde dank einer technisch-virtuosen Glanzleistung beklemmend und atmosphärisch brillant inszeniert. Die intensiven, teilweise aber aufgrund der schieren Gegnermassen etwas plump wirkenden Feuergefechte sind taktisch anspruchsvoll und die geheimnisumwitterte Geschichte lässt zwar vieles unnötig im Dunkeln, kann aber bis zum Ende fesseln. Alles in allem ein atmosphärisch unheimlich gelungener Shooter, der in vielen Momenten die Spannung pointiert zum Bersten bringt und auch aufgrund seines limitierten Umfanges durchweg ohne spürbare Duchhänger auskommt.

8/10 – Toll (8er sind eindrucksvoll geraten, haben aber ein paar erkennbare Probleme. Werden nicht jeden in erstaunen versetzen, aber sind ihr Geld absolut wert. )

Wir bedanken uns bei THQ für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.

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