Aus dem Kategorienarchiv:

Reviews

Auf den ersten Blick sieht Big Bang Mini aus wie ein Kinderspiel: Knallig bunt wimmeln Feuerwerkskörper über die Bildschirme des DS. Auch das dicke USK-Logo sieht gelb und der Trailer verrät die vermutliche Zielgruppe. Und trotzdem dürft ihr eure ganze Aufmerksamkeit auf diesen Arcade-Shooter richten.

Unser Fazit: Was sollte man nach solch wirren Screenshots schon erwarten? Gameplay war schliesslich keines zu erkennen. Doch diverse Hand-Ons versprachen, dass [amazon B001GZQQ42]Big Bang Mini[/amazon] zu den besten Titeln dieses Jahres gehören soll. Wir finden, dass das Spiel sein Ziel erreicht hat. Wo bekommt man sonst schon einen Arcade-Shooter, in dem Munition mit Feuerwerk vertauscht wird und die Bandbreite der Gegner von Affen auf Lampen über Fischgräten mit Pinguinkopf bis hin zu fächerschwingenden Skeletten reicht? Big Bang Mini überzeugt gerade durch seine völlig abgedrehte Abstraktion und eine Soundkulisse, die manch experimentellen Elektronik-Künstler locker im Regen stehen lässt.

8/10

Wir bedanken uns bei Southpeak Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.

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Mit Armed Assault 2 möchte Bohemia Interactive an den Erfolg von Operation Flashpoint anknüpfen. Leider stellen sich die Entwickler selbst ein Bein nach dem anderen.

Die Betonung liegt auf dem Wort Simulation.
Die Betonung liegt auf dem Wort Simulation.
2001 feierte das tschechische Team von Bohemia Interactive mit Operation Flashpoint einen Überraschungserfolg. Das Prinzip Battlefield wurde von Bohemia auf realistisch getrimmt, in einer frei begehbaren Umgebung angesiedelt und mit komplexer Steuerung und anspruchsvollen Missionen gepaart. Ein paar Jahre später erschien unter anderer Publisher-Flagge der indirekte Nachfolger Armed Assault, der schon beim Release an zahlreichen Bugs scheiterte und sich deshalb nur eine kleine, aber dafür treue Fanbasis aufbauen konnte. Mit Arma 2 soll jetzt alles besser werden.

Unser Fazit : Irgendwie hat man es befürchtet, aber der gesunde Menschenverstand wies immer darauf hin, dass Bohemia wohl kaum zweimal nacheinander genau denselben Fehler machen würde. Falsch. Arma 2 ist in der Verkaufsversion genau so schlecht spielbar wie sein Vorgänger. Ein erster Patch erschien schon am Releasetag (!), weitere sind angekündigt, um das Game wenigstens halbwegs spielbar zu machen. Dabei hätte es ganz anders aussehen können, hätten die Entwickler noch einige Monate mehr investiert und einen Weihnachtstermin anvisiert – der drohenden Konkurrenz von Operation Flashpoint 2 zum Trotz. So hat man nur ein Werk in der Hand, dass einerseits sehr viel Potenzial hat, voraussichtlich aber erst nach weiteren Updates einigermassen brauchbar sein wird. Schade, echt schade.

6/10

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Ein Zerstörungs-Spektakel ohne Seele oder doch mehr?

Red Faction ist zurück! Zum ersten Mal nicht als Ego-Shooter und in einer offenen Welt angesiedelt, dafür in bestechender optischer Qualität. Langjährige Fans der Serie mag dies auf den ersten Blick abschrecken, aber auch sie sollten unbedingt einen Blick auf das “neue” Red Faction werfen. Warum, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Ein ganz normlaler Arbeitstag auf dem Mars.
Ein ganz normlaler Arbeitstag auf dem Mars.

Unser Fazit: Um es auf den Punkt zu bringen, Red Faction: Guerrilla ist eine Action- und Zerstörungsorgie par excellence. Seit dem glorreichen Blast Corps auf dem N64 hat das ungezügelte Demolieren der Umgebung nicht mehr so viel Spaß gemacht. Wer Tiefgang oder etwas revolutionär Neues erwartet, wird hier nicht fündig. Stattdessen bekommen wir einen riesigen Sandkasten zur Verfügung gestellt, in dem wir uns nach Herzenslust etliche Stunden austoben können. Single- und Multiplayer spielen sich grundverschieden und bieten jeweils für sich gesehen genug Inhalt, um den Kauf (oder zumindest die Ausleihe) auch nur für eine der beiden Sektionen zu rechtfertigen. Zu beiden gibt es eine Demo, anhand derer man sich ein formidables Bild der Vollversion machen kann. Wer dort seinen Spaß hat, darf ungesehen zugreifen.

8/10

Wir bedanken uns bei THQ für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.

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Brettspielspaß am Spielspaßbrett?

Die Siedler von Catan für den DS(i)
Die Siedler von Catan für den DS(i)

Wer Die Siedler von Catan kennt, liebt es oder hasst es. Die wenigsten empfinden gar nichts, wenn sie an den oft prämierten Brettspielklassiker denken. Die nun erschienene Umsetzung [amazon B001TUBQBC]Catan: Die erste Insel[/amazon] für Nintendos Kleinsten möchte Fans des Gesellschaftsspieles und Neulinge an die Konsole locken. Strategisches Bauen, geschicktes Handeln und ein wenig Glück zeichneten Catan bisher aus – ob dies auch auf Modul der Fall ist, lest ihr hier.

Unser Fazit:
Nur wenigen Brettspielen ist der Sprung auf den Bildschirm bisher so akzeptabel gelungen wie Catan, das lässt sich vorweg nehmen. Zu einer absoluten Top-Wertung reicht es aber leider nicht, da kleinere Designmängel den Spielspaß an einigen Stellen trüben. Fans des Brettspiels dürfte der Einstieg leicht fallen: Das Regelwerk wurde ohne Änderungen von der Vorlage übernommen und gut adaptiert. Grafisch erwarten euch recht ansehnliche Standbilder eurer virtuellen Spielpartner und eine etwas zu grobe Kartenübersicht, welche aber dem Display geschuldet sein dürfte. Insel-Veteranen greifen bedenkenlos zu, Neueinsteiger spielen am besten erstmal Probe.

8/10

Wir danken United Soft Media Verlag GmbH für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters

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Elektrifzierend leitet inFamous den Reigen an PS3-exklusiven Spielen ein, die der Sony-Konsole den Arsch retten sollen. Wenn es in diesem Tempo und dieser Qualität weitergeht, dann dürfte es problemlos gelingen.

Superheld Cole, Herrscher über Strom und Eletrizität in inFamous.
Superheld Cole, Herrscher über Strom und Eletrizität in inFamous.
[amazon B00275FSEO]inFamous[/amazon] ist ein Spiel aus der Superhelden-Kategorie. Ausnahmsweise aber endlich mal eines, dass nicht auf farbig und Comic-Umsetzung macht, sondern sein eigenes, düsteres Setting mitbringt – inklusive einem Helden, der wortwörtlich unter Strom steht. Versprochen wurde im Vorfeld so einiges: Eine offene und frei begehbare Welt, ein umfangreiches Moralsystem mit entsprechend reagierender Umwelt, jede Menge an elektrifizierenden Superkräften und Zwischensequenzen, mit deren Look man ganze Artbooks füllen könnte.

Unser Fazit: Sucker Punch hält mehrheitlich, was sie versprechen. inFamous liefert eine spannende Story, eine coole Open World mit einem Schlag Endzeit-Feeling und vor allem viel, viel Superhelden-Atmosphäre. Letzteres ist einer der überzeugendsten Aspekte von inFamous. Es macht einfach unglaublich viel Spass, seine stetig stärker werdenden Heldenkräfte einzusetzen, zu kombinieren und in einer Stadt, in der es kaum mehr glaubhafte Autoritäten gibt, so richtig auf den Putz zu hauen. Die Umwelt reagiert dabei direkt auf die Handlungen des Spielers: Ob man als Wohltäter oder Anarchist auftritt, kann jeder selbst entscheiden. Leider leistet sich inFamous auch einige Patzer, die dem Spiel eine 9er Wertung verwehren. Die Nebenmissionen sind ziemlich farblos, die Entwickler in Sachen Variantenreichtum (Gegner, Aufgaben) oft etwas eindimensional und die Story zu Beginn schwer greifbar. Hinzu kommen optisch Makel, die nicht tragisch, aber manchmal etwas unschön sind. Das alles täuscht aber nicht darüber hinweg, dass inFamous in Sachen Atmosphäre locker eine 9-10 erreicht – um es mal salopp in Punkten auszudrücken.

8/10

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Wer die Orange Box nicht besitzt, sollte sich 1. schämen und 2. spätestens jetzt mit der XBLA-Version von Portal endlich eine unverantwortliche Bildungslücke schließen.

Wissenschaft in Aktion: Viele der Testkammern sind mörderische Angelegenheiten.
Wissenschaft in Aktion: Viele der Testkammern sind mörderische Angelegenheiten.

Unser Fazit: Fünfzig Cent ins Phrasenschwein, aber manchmal muss man den Tatsachen eben auch ins Auge sehen können: Portal ist nicht weniger als ein moderner Klassiker. Was können wir euch also noch neues darüber erzählen, nachdem es in den vergangenen anderthalb Jahren schon mit jeder erdenklichen Ehrung und Auszeichnung bedacht, zu einem beispiellosen Internetphänomen gemacht und überhaupt allerorts als Fanal der Innovation gefeiert wurde? Wir können es eben lediglich unterstreichen: Dieses Spiel, trotz oder vielleicht gerade wegen seiner knackigen Kürze, brilliert von der ersten bis zur letzten Sekunde mit intelligentem Leveldesign, einem äußert cleveren, wundervoll bösen Script und schnörkellosen Belastungsproben für die grauen Zellen. Portal: Still Alive bietet zudem neben dem unveränderten Originalspiel noch einmal 14 neue Level für alle, denen die knapp 3 bis 5 Stunden Hauptstory einfach nicht genug sind.

10/10

(Das Review in voller Länge, sowie einen Kuchen gibt es nach dem Klick. Versprochen!)

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Spaßerweiterung oder Abzocke?

Die nun mehr zweite Erweiterung für Fable 2 steht mit in die Zukunft sehen in den virtuellen Ladenregalen. Für 560 Microsoft Points erwarten euch zwei neue Hauptmissionen, eine Wettkampfarena und diverse neue Kleidungsstücke. Darüber hinaus gewährt euch das Addon auch noch einen kleinen Blick in die Zukunft von Albion. Für den geneigten Sammler gilt es zudem 250 Punkte an Gamerscore zu sammeln, was die mögliche Gesamtpunktzahl auf 1350 anwachsen lässt.

Eher süß oder doch schon dämlich?
Eher süß oder doch schon dämlich?

Unser Fazit:
Wer stur die beiden Hauptquests durchspielt und sich die Arena nur kurz anschaut, dürfte nach ein bis zwei Stunden bedient sein. Spieler, die sich genauer Umschauen und alles freispielen möchten, was das Addon ihnen zu bieten hat, können mit rund vier Stunden Gesamtspielzeit rechnen. Dabei bieten die Hauptquests solide Abenteuerkost mit kleineren Rätseln und mehr Kampfsequenzen als das Astloch-Addon. Ob neue Hunderassen, die kurzen Missionen und lustige Kostüme für ein Addon reichen, muss wohl jeder selbst entscheiden, aber für rund sieben Euro kann man nicht groß meckern.

7/10

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IQ-Boost oder Gehirnwäsche?

Nintendo löste mit den Kawashima-Titeln eine wahre Flut von angeblich die Intelligenz fördernden Casualgames aus. Auch die aktuelle Generation Xbox 360 und PS3 wurden dabei nicht ganz verschont. Vorliegender im Jahre 2008 erschienener Titel ist in dieser Woche für Microsofts Flaggschiff zum Sparpreis von 400 Punkten erhältlich. Ein guter Grund, sich Gehirntraining einmal näher anzuschauen.

Euer persönlicher Hirncoach
Euer persönlicher Hirncoach

Unser Fazit:
Nach bekanntem Konzept hangelt ihr euch in Gehirntraining von Minispiel zu Minispiel um täglich eure Gehirnleistung messen zu lassen und stetig zu verbessern. Dabei bieten die zahlreichen Spiele zwar einige Abwechslung, für sich genommen kann jedoch keines wirklich länger motivieren. Die Technik ist dabei wie zu erwarten auch nicht das gelbe vom Ei. Übersichtlichkeit ist jedoch Trumpf und so kann man bei einem Titel dieser Art die Grafik verschmerzen. Wer keinen DS sein eigen nennt und hin und wieder mit leidlich anspruchsvollen Aufgaben sein Gehirn testen möchte, kann mal reinschauen, für den Preis von fünf Euro (nur noch bis Sonntag!) macht ihr nicht viel falsch.

6/10

(Den kompletten IQ-Test gibt es nach dem Klick.)

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Sonic ist wieder da und reist mit uns ins Mittelalter, in welchem wir gemeinsam eine eigenwillige Version der Artus-Sage erleben. Wird Sonic und der Schwarze Ritter damit zum heiligen Gral der Sonic-Games, oder entführt uns das Spiel dabei ins finsterste Gameplay-Mittelalter?

Sonic und der Schwarze Ritter.
Sonic und der Schwarze Ritter.
Unser Fazit:

Sonic und der Schwarze Ritter ist besser als Sonic Unleashed, allerdings nur minimal. Einige Dinge wurden zwar dieses mal eleganter gelöst, trotzdem überzeugt das Game nicht ganz. Waren es in Unleashed die uninspirierten und langsamen Nachtlevel als Wereigel, ist es nun Sonics Schwert, das für Frustmomente sorgt. Der Schwertkampf ist – wie wir Wii-User mittlerweile ja aus Erfahrung wissen – “realistischer” als auf jeder anderen Konsole. Ein wenig Schütteln mit der Wiimote und fertig ist der “präzise” Schwerthieb. (Red Steel 2 wo bist du?). Für Gegner oftmals tödlich, für den Spieler nach kurzer Zeit nur noch langweilig. Hinzu kommt, dass durch die Kämpfe immer wieder auch das Tempo aus dem Spiel genommen wird. Und das schmerzt gerade in einem Sonic-Game. Dabei hätte das Spiel durchaus gut werden können! Doch leider wurde wieder massig Potential verschenkt und Sonic und der Schwarze Ritter kommt trotz manch positiver Eigenschaft nicht über eine durchschnittliche Wertung heraus.

6/10

Wertung Alexander: 8/10

Wir bedanken uns bei SEGA für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.

(Was das Spiel richtig macht, weshalb ein Schwert so gar nicht zu Sonic passt und wer Alexander ist, lest ihr jetzt.)

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Bereits 1993 erschien das Original Lode Runner für den Apple II. Über die Jahre hinweg ist für nahezu jedes System eine Version erschienen (sogar ein Brettspiel), am grundsätzlichen Gameplay hat sich in all der Zeit nichts geändert.

Nach einigen Experimenten dürfen wir in dieser Fassung 3D-Optik...
Nach einigen Experimenten dürfen wir in dieser Fassung 3D-Optik...

Dieses Remake stammt von keinem Unbekannten, sondern dem schwedischen Entwickler Southend Interactive, die schon mit Commanders Attack und R-Type Dimensions auf der selben Plattform (XBLA) ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Außerdem zeichnen sie für den Shooter XIII verantwortlich, der auf einer Graphic Novel basierte und von Ubisoft veröffentlicht wurde. Doch eine Neuauflage ist immer eine knifflige Sache, wie haben die alten Schweden diese gemeistert?

Unser Fazit: Ganz formidabel! Die Veröffentlichung ist natürlich primär an Fans der Vorlage gerichtet. Die werden den meisten Spaß aus dem Remake ziehen können. Aber auch jeder, der noch nie zuvor ein Lode Runner angefasst hat, sollte das Spiel zumindest einmal antesten. Es wird ein wunderbares Komplettpaket abgeliefert und wie schon Bionic Commando: Rearmed ist diese Neuauflage ein perfektes Beispiel dafür, wie ein alter Titel aufgemotzt in der heutigen Zeit auszusehen hat. Das Gameplay ist unverändert wie Anno dazumals, was wieder ein Beweis dafür ist, das gutes Gamplay kein Verfallsdatum hat. Über eine Sache sollte man sich aber im Klaren sein: Lode Runner war noch nie ein Spaziergang im Park. Es ist heute wie vor 25 Jahren ein Hardcore Echtzeit-Puzzler, der alles vom Spieler abverlangt. Das Grundprinzip wurde mit neuen Modi und einem ausgereiften Mehrspieler-Part ausgestattet, hier wird für jeden Typ Gamer etwas geboten. Durch den Leveleditor ist auch die Langzeitmotivation gesichert.

8/10

Wir bedanken uns bei Microsoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsmusters.

(Warum auch ihr euch diese Portion Retro nicht entgehen lassen solltet, erfahrt ihr nach dem Klick.)

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