Die Erde beginnt zu wackeln. Donnergrollen aus der Ferne – näherkommend. Dunkle Schatten überziehen die sonnige Ruinenlandschaft. Ich laufe. Der Boden, die ganze Welt scheint um mich zusammenzubrechen. Ich laufe immer weiter, immer schneller aber es scheint kein Entkommen zu geben. Stein für Stein fällt alles um mich zusammen – wo soll ich nur hin? Dort entlang, schneller, schneller….
Über 20 Jahre nach dem ersten Prince of Persia (1989 für so ziemlich alle damals erhältlichen Systeme) schickt sich Ubisoft an unseren Prinzen, passend zum Erscheinen des ersten Prince of Persia-Kinoabenteuers, auf eine weitere kniffelige und spannende Reise zu schicken. Nach Prince of Persia: Rival Swords aus dem Jahr 2007 ist auch Nintendos Wii wieder mit im Boot und soll Dank Wiimote und Nunchuk-Steuerung ein besonderes Spielgefühl vermitteln.
Unser Fazit: Ubisoft hat das neue Abenteuer des persischen Prinzen für die Wii nicht einfach von den HD-Konsolen kopiert, sondern ein völlig eigenständiges Abenteuer, mit eigener Geschichte, entworfen. Hierbei hat man versucht, die Steuerungsmöglichkeiten der Wii ausnutzen, was aber nur ansatzweise gelungen ist. Die Geschichte hat Ihren Reiz und die grafische Umsetzung auf der Wii ist größtenteils gelungen – was man vom Soundtrack leider nicht behaupten kann. Es wurde komplett auf einen fesselnden, spannungsaufbauenden Soundtrack verzichtet. Die meiste Zeit hört man gar keine Musik – und wenn, dann ist nur leises Hintergrundgegudel zu hören. Schade, denn das nimmt dem Spiel einiges an Spielspaß. Animationen und Klettereien wurden schön in Szene gesetzt, sind aber nie wirklich herausfordernd. So bleibt leider das mulmige Gefühl in der Bauchgegend zurück, dass Ubisoft hier noch schnell einen Titel zum Merchandise des Filmes mitgeben wollte und dabei einiges an Qualität hat liegen lassen. Durch den geringen Schwierigkeitsgrad ist das Spiel für eher für Anfänger als für den ambitionierten Gamer geeignet, der sich schnell langweilt und das Spiel nach wenigen Stunden durchgespielt hat.
6/10 – In Ordnung (Die 6 ist ein wenig besser als der Durchschnitt, aber auch nichts besonderes. Fans des Genres könnten ihren Spaß haben, aber der Großteil wird unbefriedigt zurück bleiben.)
Wir bedanken uns bei Ubisoft Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsmusters.
So düster und unheilschwanger wird Epic Mickey zwar nicht, aber ein Deut davon bleibt sicherlich vorhanden
Mit dem Fallen des Namens von Warren Spector blühen in mir persönlich immer die buntesten Hoffnungen auf. Zu innig ist meine Leidenschaft für Deus Ex und Thief, die meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig Nachahmer gefunden haben und in Zeiten von Action und Zugänglichkeit viel zu selten als spirituelle Vorbilder auftreten. Von mir aus könnten jedes Jahr ein Dutzend Klone dreist auf den Markt geschmissen werden, ich würde jeden einzelnen davon mit Befriedigung verspeisen. Ersten Hands-On Berichten zufolge soll Deus Ex: Human Revolution die im Original vorgelebten Tugenden überraschend authentisch einfangen. Aber wir bleiben vorerst mal lieber skeptisch. Zu oft wurden legendäre Serien gegen die Wand gefahren, weil man sich zu weit von den als Gütekriterien funktionierenden Traditionen entfernte, die in manchen Fällen nicht immer fortschrittshämmend, sondern auch identitätsstiftend sein können.
Die Konkurrenz schläft nicht, seien es Microsoft und Sony mit ihren Versionen der Steuerung via Bewegung oder auch einfach “nur” Apple mit dem iPhone/iPad/iPod. Nintendo startete deshalb in den USA eine neue Kampagne, um ihre Wii weiter unter die Leute zu bringen. Und mal ehrlich: die Spots sind echt gut gemacht und haben nichts mehr mit den ersten “sterilen” Wii-Spots zu tun, in dem irgendwelche Leute weiß gekleidet und grinsend ihre Wii angestrahlt hatten. Und irgendwie hat Nintendo auch recht, die meisten von uns sitzen wahrscheinlich zu viel.
Ob jetzt unbedingt die Wii die Lösung darstellt sei dahingestellt. Spannend wird es ohnehin erst im Herbst, wenn Microsofts Kinect und Sonys Move an den Start gehen. Wieviele werden sich die Teile kaufen? Hat nicht eh schon “jeder”, der Motion-Control etwas abgewinnen kann, eine Wii daheim stehen? Die Marketingschlacht ist jedenfalls eröffnet. Bewegt euch, Leute!
Von Hudson kommt das Wii-exklusive Lost in Shadow (vormals: Shadow Tower) im Herbst in die Läden. Was man so liest, ist das Game neben Limbo DER heimliche Star der E3 2010. Als Schatten kämpft man sich durch einen mysteriösen Turm, welcher mit zahlreichen Puzzles und Gegnern bestückt ist.
Um zu überleben und das Spiel zu meistern, muss man das Licht bzw. Lichtquellen manipulieren, damit diese andere Schatten erzeugen. Dadurch eröffen sich natürlich neue Wege, um Abschnitte mehr oder weniger gefahrlos passieren zu können. Alleine das dürfte Garant für ausgefeilte Puzzles- und Gameplayelemente ohne Ende sein.
Lost in Shadow wurde schon mit zahlreichen Vorschusslorbeeren bedacht und der Gameplay-Trailer sieht einfach nur grandios aus. Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Hoffen wir es!
Wer noch eines Beweises bedarf ob der Top-Form von Nintendo, der soll sich doch bitte dieses Spieles gewärtig sein
Es macht immer Spaß die E3-Pressekonferenzen gegenüberzustellen und miteinander zu vergleichen. Nehmen wir die diese drei Veranstaltungen als Richtmaß, dann erwies sich Nintendo als schlauer, gewiefter Fuchs, der den anderen mal wieder vorneweg gerannt ist. Besonders Microsoft ist fast schon in einer peinlichen Pose über die Stolperfalle geflogen. In den letzten Jahren hangelten sich die Japaner zu einem unzufriedenstellenden E3-Auftritt zum nächsten. In unseren früheren Blog-Zeiten entbrannten überhitzt temperierte Diskussionen über die Qualität der damaligen E3-Präsentationen: Zu viel Casual-Kram. Zu viel Gefuchtel. Zu wenig anspruchsvolle Spiele. Nichts für uns. Nintendo entwickelt an uns vorbei. Selbst wir Redakteure (ich will mich nicht ausnehmen) bekannten uns zur stählernen Konkurrenz und beschäftigten uns mit ernsthaft gereiften Abwanderungsgedanken, die wir dann in die Tat umgesetzt haben. Wir waren lächerlicherweise gekränkt. Als ob Nintendo uns etwas geschuldet hätte. Also ob Nintendo auf uns angewiesen wäre. Echt dämlich…
Unser Leser Ultralex hat einen eklatanten Misstand in unserer E3-Coverage aufgedeckt: Goldeneye 007!. Wir können natürlich nicht alle Spiele auf der E3 abdecken. Aber wie konnten wir bisher Goldeneye 007 in unserer höchstgradig selektiven Berichterstattung übersehen. Gut, es kommt von Activision und Pierce Brosnan wird durch Daniel Craig ersetzt (was sicherlich von Vorteil ist). Aber ein Mythos wird neu aufgelegt, der das Shooter-Genre damals vielleicht wie kein zweites Spiel prägte. Im Dauerregen an Spielen auf der Konferenz von Nintendo ging der Trailer zum Ende 2010 erscheinenden Titel etwas unter, doch das mindert nicht die Vorfreude auf das Spiel, das diesen Zauber des Originals hoffentlich einigermaßen adäquat einfängt. Im Trailer wird versucht, diesem schwer zu ergründenden Mythos auf die Schliche zu kommen.
Bisher lag der Schwerpunkt der Berichterstattung über The Legend of Zelda: Skyward Sword auf der Steuerung, die die Nutzung von Schild und Schwert realistisch abrunden soll. Nach der Präsentation auf der Pressekonferenz sickern aber endlich auch mehr Hintergrundinformationen durch, welche uns von der Oberfläche tiefer in den Untergrund des heiß ersehnten Spieles führen: die Story. In einer Diskussionsrunde gab Eiji Aonuma einige Informationen preis, die den geschichtlichen Rahmen und die Hintergründe von Skyward Sword vage umreißen. Link soll ein Bewohner einer Himmelsstadt sein, Sky Loft genannt, die über der Welt schwebt und in der er aufgewachsen ist.
Auf der E3 2009 noch als Kuriosum “gefeiert”, war es dieses Jahr still um den Vitality Sensor. Warum eigentlich? Wie Nintendo mitteilen ließ, hätte der Vitality Sensor bei der diesjährigen E3 einfach nicht ins Bild gepasst. Scheinbar wollte Nintendo nicht zuviel vom 3DS ablenken. Auf den Markt kommen soll das “Ding” allerdings nach wie vor noch 2010.
Der Vitality Sensor war immerhin nicht alleine. Schon gefühlte Ewigkeiten warten wir auf erste Details zu Pikmin 3. Auch hier hat Shigeru Miyamoto gute Gründe für uns, weshalb wir vom Spiel nichts auf der E3 sehen durften.
Klaus hat Nintendos Pressekonferenz sehr schön zusammengefasst. Darin findet ihr auch die Videos zu The Legend of Zelda: Skyward Sword, dem klasse aussehenden Kirby: Epic Yarn sowie Kid Icarus: Rising für den 3DS.
Nintendo hat aber noch einiges mehr im Programm, was wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Für Wii- und DS-Besitzer jetzt also Trailer zu den oben genannten Spielen. Insgesamt kann man da wohl nicht meckern würde ich jetzt mal sagen.
Das Bild des Tages: Donkey Kong Country feiert ein Comeback!
So gerade eben ist die PK von Nintendo zu Ende gegangen. Wir werden euch nachträglich sicherlich noch mit weiteren bewegten Bilder und fundierteren Hintergrundberichten füttern, doch zu erst ein paar saloppe und spontan einprasselnde Gedanken zum Auftritt der Japaner. Was mir besonders an der Konferenz gefallen hat, ist die Schwerpunktverlagerung auf die Spiele. Die Wii hat ihren Klimax der Bewegungshysterie scheinbar überschritten und konzentriert sich zum Glück wieder auf die Spiele, die auf der Veranstaltung beklatschenswerterweise eine prominente Hauptrolle gespielt haben. Viel Substanz. Viel essbares und vor allem genießbares Material.