Gestern war ein Fest für jeden PS3-Besitzer und solche die es noch werden wollen. Zahlreiche neue Trailer und Ankündigungen sowie Releasetermine wurden endlich bekanntgegeben – ich weiß fast nicht, wo ich genau anfangen soll. Fix ist jedenfalls, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist, aber schön der Reihe nach.

Fangen wir gleich mit einem Knaller an: Mass Effect 2 erscheint im Jänner 2011 für die PlayStation 3. Neben den Xbox 360-Inhalten wird die PS3-Version über Stunden an neuem Bonusmaterial verfügen.

Was euch jetzt noch für die PS3 erwartet? Ratchet & Clank: All 4 One, Resistance 3, Infamous 2, Virtua Tennis 4, LittleBigPlanet 2 und ein EU-Releasetermin zu Gran Turismo 5.

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Ein mittelalterlicher Sänger, Komponist und Dichter
Ein mittelalterlicher Sänger, Komponist und Dichter

Die Games Developer Conference ist derzeit am Laufen und Game-Designer, Visionäre oder andere in der Spiele-Industrie Fuß fassende Kreativköpfe geben ihre Ideen zum Besten. Jetzt ist Warren Spector an der Reihe. Ich lese immer wieder gerne Interviews mit Warren Spector, aktuell wie wir alle wissen mit dem Wii-exklusiven Epic Mickey beschäftigt. Man hat das Gefühl, er verstehe das Medium in seiner Einzigartigkeit und vor allem in seinem Potential, das wie ein unentdeckter Schatz tief auf dem Meeresboden schlummert. In seiner Programmrede auf der Games Developer Conference macht er einen für mich sehr interessanten Punkt auf: die Mündlichkeit des Geschichtenerzählens. Vor der Einzug haltenden Schriftlichkeit tradierten die Menschen bekanntlich ihre Geschichten in mündlicher Rede. Das bedingte eine große Variablität und Flexibilität. Geschichten sind nicht statisch gewesen, sondern haben sich oft verändert – was man mit Versmaßen, rhythmischen Metren und Ritualisierungen einzudämmen versuchte. Wir kennen das ja alle von der Stillen Post, wo das Ausgangsmaterial dem Endprodukt oft nicht mal in seiner Grundstruktur ähnelt.

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Einer dieser Tage an denen ich doch merke, wie alt ich schon bin. Nein, nicht wegen der Schmerzen in Schulter und Bein, nicht wegen der gähnenden Leere auf meinem Kopf oder der fehlenden Ausdauer beim Treppensteigen.

Nein, ich merke es daran, dass ich strahlende Augen bekomme, wenn ich im Android-Markt Anwendungen wie Frodo den C64-Emulator finde. Oder eine „30 Jahre PacMan“-Edition von Namco. Es sind Momente wie der, wenn mein Alter Ego aus Doom auf meinem Samsung-Handy wieder aufersteht und aussieht, als wären nicht schon über 15 Jahre seit unserer letzten Begegnung vergangen.

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Einfach nur zum Schmunzeln; klickt auf das Bild, um es in groß zu sehen (als Alternative könnt ihr euch das Bild auch bei Unreality ansehen).

Einfach klasse!
Einfach klasse!

(via Unreality)

Hier oben könnt ihr euch die Eröffnungssequenz, auch Intro genannt, zu Epic Mickey ansehen. Das Spiel soll noch 2010 erscheinen und wird dem Spieler laut Warren Spector viel Handlungsfreiheit gewähren. Mein letztes Mickey-Game war Castle of Illusion für den GameGear – Epic Mickey könnte das nächste werden.

In eine ganz andere Kerbe schlägt Metroid: Other M, welches das perfect Metroid experience” liefern soll. Zumindest behaupted das Yoshio Sakamoto, seines Zeichens Co-creator der Franchise. Geht es nach den bisherigen Berichten und Trailern zum Spiel, dann könnte der gute Mann durchaus recht haben. Seht euch den aktuellen Trailer zu Metroid: Other M – mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen! Metroid: Other M erscheint schon Anfang September und ist bei Amazon vorbestellbar.

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Scribblenauts ist nach wie vor einzigartig in seiner Art und dürfte nur vom eigenen Nachkommen – Scribblenauts 2 bzw. Super Scribblenauts geschlagen werden. Der kreative Überflieger setzt dabei in Super Scribblenauts zusätzlich auch auf Adjektive und wurde in der Steuerung (einer der Kritikpunkte von Teil 1) überarbeitet und verbessert. Wird Super Scribblenauts diesmal etwas sorgfältiger ins Deutsche übersetzt, dann dürfte kein Weg an dem Spiel vorbeiführen.

Super Scribblenauts erscheint am 15. Oktober und kann bei Amazon natürlich schon vorbestellt werden.

(via YouTube)

Pong mit den Professoren.
Pong mit den Professoren.

Wer kennt sie nicht, die Seite Nichtlustig.de mit ihren abgedrehten Cartoons?

Anlässlich der Gamescom hat Joscha Sauer eine NICHTLUSTIG-Arcade-Shirt-Kollektion entworfen, welche eine Hommage an die großen Klassiker darstellen sollen. Hommage geglückt kann man da nur sagen!

Insgesamt gibt es 6 Motive, wobei jedes Motiv auf nur 500 Stück limitiert ist. Wer also ein T-Shirt haben will, muss schnell sein!

Bestellen könnt ihr die T-Shirts direkt bei Nichtlustig; die Girlie-Shirts gibts ebenfalls dort.

(via Nichtlustig)

Fight!
Fight!

The Soul of a new Machine von Tracy Kidder gewährte dem Leser 1981 schon einen profunden Einblick in die Entwicklung eines “next generation” Computers, in der bis an die Leistungsgrenze gehende Ingenieure beteiligt waren, die unter ehrgeizigen Deadlines und schmerzhaften Marathon-Arbeitszeiten zu leiden hatten. Das Buch gewann einen Pulitzer Preis und diente auch für das hier vorgestellte Buch als Inspirationsquelle: The Race for a new Game Machine: Creating the Chips inside the Xbox 360 and Playstation 3 von David Shippy und Mickie Phipps.

Das Werk stellt die Entstehungsgeschichte des Chips beider Konsolen vor. Usprünglich schlossen sich IBM, Toshiba und Sony zusammen, um für die PS3 einen flotten neuen Chip zu entwickeln. Alles verkomplizierte sich noch ins Unendliche, als Microsoft sich von der Fortschrittlichkeit dieses neuen Mikroprozessors beeindruckt zeigte und einen Deal mit IBM aushandelte, um diesen Chip in modifizierter Form auch für die Xbox 360 verwenden zu dürfen. David Shippy, als Hauptautor, der die Geschehnisse aus der subjektiv stark verzerrten Ich-Perspektive erzählt, arbeitet die ganzen damit zusammenhängenden Fäden in diesem Buch ab und liefert ein unterhaltsames, fast schon Thriller-Qualitäten aufweisendes non-fiktionales Werk ab, das sich flott und zügig liest.

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Jetzt geht's in die Lüfte
Jetzt geht's in die Lüfte

Wären wir erpicht darauf gewesen, ein drittes Mal durch Rapture, die dem Untergang geweihte Unterwassermetropole, zu pilgern? Nachdem die dystopisch angehauchte Stadt im Laufe von Teil 2 etwas ihren Neuigkeitswert eingebüßt hatte, stellten sich erste gefährliche Abnutzungserscheinungen ein, die schon vielen Serien zum Verhängnis wurden. Irrational Games um Ken Levin setzt sich nun an eine “Fortsetzung”, die von heiligen Kühen nichts hält und das Konzept jedenfalls bezüglich des Szenarios komplett umkrempelt. Keine Tauchgänge mehr. In BioShock Infinite steht dagegen ein Besuch in den Wolken an. Im Jahre 1912 haben die Amerikaner in ihrer gestählten Hybris eine Stadt in den Wolken erbaut – eine luftige Manifestation amerikanischer Ideale. Doch wie das so bei größenwahnsinnigen Projekten so ist, geht viel schief und die in den Wolken erbaute Stadt schwebt an einen unbekannten, weit entfernten Ort.

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