Dez 302009
 
Die Zukunft...
Die Zukunft...
Die Ankündigung von OnLive (offizielle Homepage) war für mich ein Hightlight des Jahres. Vorausgesetzt der Dienst funktioniert, könnte dieser die Videospielwelt völlig umkrempeln. Da sich OnLive & Co. nach wie vor in der Betaphase befinden stellt sich im Moment noch die Frage: Kann das überhaupt funktionieren? Es kann, wenn man der nun folgenden Präsentation Glauben schenken darf.

Darin erklärt uns OnLive-CEO Steve Perlman höchstpersönlich die Funktionsweise und führt uns auch einige der Möglichkeiten von OnLive vor. Crysis auf dem iPhone? Mit OnLive kein Problem! Satte 48 Minuten dauert das Video, welches sich jedoch lohnt. Immerhin bietet es einen Blick in die Zukunft.

Steve Perlman kann sich einige Seitenhiebe auf die Konsolenhersteller nicht verkneifen. So sei die Xbox 360 und die PS3 inzwischen technisch längst veraltet. So etwas könne mit OnLive nicht passieren, da die Server technisch immer auf dem neuesten Stand gehalten werden (er spricht von Updates alle 6 Monate). Die Nachteile von gestreamten Games sollten uns jedoch auch allen bewußt sein. Beispielsweise fällt der Gebrauchtmarkt weg und mal schnell ein Game von einem Freund ausborgen klappt auch nicht mehr wirklich. Trotzdem überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile von Cloud-Gaming. Seht euch einfach das Video an und bildet euch eure eigene Meinung.

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Jun 082009
 

Aufmerksame Leser haben es vielleicht bemerkt: Letzte Woche musste README.NFO der allgegenwärtigen E3 widmen. Ab heute geht es wieder wie gewohnt weiter: Jeden Tag fünf Links zu lesenswertem Stoff, schrägen Geschichten oder Hintergrundinfos rund ums Game.

1. Widerstand gegen das geplante „Killerspiele“-Verbot
(golem.de)
„Killerspiele“ sollen bald verboten werden: Vertrieb und Herstellung wären dann in Deutschland illegal. So der Grundtenor der Innenministerkonferenz der Bundesländer. Nicht nur unter Spielern sorgt das erneut für Unmut. Auch der Deutsche Kulturrat sieht im Verbot Kunst-, Presse- und Meinungsfreiheit gefährdet. Schliesslich dürften Kinder und Jugendliche bereits jetzt solche Spiele nicht erwerben. Deutlich wurde der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann: „Bei den jüngsten Vorschlägen der Innenministerkonferenz muss man den Eindruck gewinnen, dass es nicht um Jugendschutz, sondern schlicht nur um Wahlkampf geht.

2. Agent soll das neue GTA werden
(gamespot.com)
Einer von Sonys grossen Erfolgen an der E3 dauerte nur ein paar Sekunden – und gezeigt wurde auch nichts. Es geht um Agent, den von Rockstar exklusiv für Sony produzierten Titel. „It’s the Houser Brothers and Rockstar North. It’s the A team working on an AAA title“ ist sich Take Two Präsident Ben Feder sicher. Die Chancen stehen tatsächlich gut, dass uns mit Agent ein echter Überflieger erwartet – schliesslich gehört das Entwicklungsteam um die Houser-Brüder (Sam und Dan) zu den besten der Welt und hat noch nie ein Spiel in den Sand gesetzt.

3. Onlinespiele machen bereits 25% des Umsatzes von Games aus
(vg247.com)
Colin Sebastian von Lazard Capital schätzt das Umsatz-Volumen von Onlinespielen wie World of Warcraft auf ungefähr 11 Milliarden USD. Das ist ein Viertel des Gesamtumsatzes, den Spiele weltweit einfahren. „In this respect, we continue to believe that the Internet is emerging as an important growth driver and content platform, weaving together communication, information, commerce and entertainment.“

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Apr 142009
 

Onlive verspricht mit seinem Streaming-Service für Games eine kleine Revolution der Branche. Trotz des zukunftsträchtigen Konzepts ist aber eher Skepsis denn Euphorie angebracht.

Onlive verspricht Streaming-Games ab Ende 2009
Onlive verspricht Streaming-Games ab Ende 2009
Es war eines der Highlights der diesjährigen Game Developers Conference: die Präsentation Streaming-Services Onlive durch die gleichnamige Unternehmen. Onlive macht Schluss mit stationären Konsolen, mit Raubkopien oder dem Gang in den Softwareladen – stattdessen setzt man auf Games, die direkt ins Wohnzimmer des Users gestreamt werden, quasi Games-on-Demand. Errechnet wird das Game also nicht mehr beim Spieler auf der heimischen Konsole, sondern im Serverzentrum von Online – übertragen wird nur noch das Bild, ähnlich einem Videostream.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Kein lästiges Aufrüsten mehr am PC, keine Entscheidungsschwierigkeiten mehr bezüglich dem System (denn ein Stream macht keinen Unterschied zwischen PS3-Spiel oder Wii-Game), keine raubkopierte Software mehr, keine Installationen oder verkratzten DVDs. Eine scheinbar geniale Lösung also, zukunftsträchtig und voll im Trend. Aber kann ein Service wie Onlive beim heutigen Stand der Technik überhaupt funktionieren?

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Mrz 312009
 

1. Sony ist an Cloud Gaming interessiert
(siliconera.com)
Cloud Gaming ist seit der GDC in aller Munde. Nebst Onlive und Gaikai scheint sich auch Sony für das Prinzip zu interessieren. Das Unternehmen hat in den USA die Marke PS Cloud schützen lassen, laut Beschreibung „for use with a cloud computing data center management software„. Bemerkenswert ist dabei, dass Sony mit Folding @ Home bereits einen Service betreibt, der im Prinzip auf Cloud Computing basiert. Sony könnte einerseits einen Service à la Onlive planen, andererseits aber auch nach Möglichkeiten suchen, den stetig wachsenden Inhalt des Playstation Networks anders zu verteilen.

2. Noch mehr falsche Infos: Kein bestätiger Multiplayer-Part für Dead Rising 2
(joystiq.com)
Bereits gestern berichteten wir über vorschnell veröffentlichte Informationen zu einem angeblichen Xbox360-Nachfolger. Heute stellt sich heraus, dass auch weitere Meldungen von der Game Developers Conference schlicht falsch sind. Dieses mal geht es um Dead Rising 2, das laut zahlreichen Gamesites im Mehrspielermodus über 6000 Zombies darstellen kann (bemerkenswerte Zahl, die Neuigkeit war allerdings der bis dato unbekannte Mehrspielermodus). Heute hat Capcom relativiert: Man könne zu diesem Zeitpunkt einen Mehrspielermodus nicht bestätigen. Und alles nur, weil eine Dame während ihrer Rede an der GDC „multiplayer“ anstatt „multiplattform“ sagte. Dank dem sich immer schneller drehenden Informationskarussell sind Aprilscherze gar nicht mehr nötig…

3. Die besten aktuellen Engines für Games
(safetys-off.com)
Jedem Game mit 3D-Grafik liegt eine Engine zugrunde. Wer sie nicht selbst programmieren kann, der kauft sie ein – entsprechend oft trifft man zum Beispiel auf die Unreal Engine 3 von Epic. Ebenso verbreitet ist Havok, zuständig für das Berechnen von phyikalischen Ereignissen oder Source, das bei Half-Life 2 und Left 4 Dead zum Einsatz kommt. Weniger bekannt: Euphoria (aka NaturalMotion).

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Mrz 252009
 

1. Making OnLive work is a “psychophysical challenge”
(vg247.com)
Onlive ist die Überraschung der Game Developers Conference und wird in Foren und Blogs bereits heiss diskutiert. Derweil liess der verantwortliche Steve Pearlman MTV wissen, dass der Cloud Gaming Service nicht einfach nur schwierig zu realisieren sei – sondern „psychophysical„. “To make OnLive work involved fundamental work in psychophysical science; custom chip, hardware and wireless engineering; complex real-time software — from the lowest- to highest-level, and real-time network engineering down to the sub-packet level.“ Aber wenn es funktioniert, lieber Herr Pearlman, dann haben Sie quasi mit einer Hand die komplette Branche so richtig durchgeschüttelt.

2. Metaport: 3D-Spiele als Stream auf Handys
(heise.de)
V-Gate, eine Divison der Scientific Computers GmbH, hat eine neue Server-Technologie zum Streamen von 3D-Grafiken auf Handys entwickelt. Sowohl 2G- als auch 3G-Geräte sollen dank Metaport, so der Name des Services, anspruchsvolle 3D-Grafik darstellen können – als Beispiel wurde Second Life genannt. Der Trick? Die Metaport-Server schalten sich zwischen Online-Dienst (also in diesem Fall die Server von Second Life) und den User. Die Daten werden dann der Handy-Leistung und Bandbreite entsprechend umgerechnet. Schwankungen der Bandbreite im Mobilfunktnetz will Metaport über einen Puffer ausgleichen. Spannender Ansatz!

3. Reales S.T.A.L.K.E.R.n
(pc.gamespy.com)
Es ist mit Sicherheit der falsche Zeitpunkt, um Deutschland für „live action role-playing“ zu begeistern. In Russland aber frönen ein paar Angefressene dem realen Nachspielen von Gameszenen, zum Beispiel aus S.T.A.L.K.E.R. (dessen Story ja auch in Russland spielt). Wir bewundern die Begeisterungsfähigkeit der Herren, sind aber doch etwas.. irritiert ab so viel „Echtheit“.

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