Okt 102010
 

Wenn ich ein Adventure herausheben müsste, das mir in den letzten Jahren am ehesten imponierte, dann fällt bei mir flugs der Name „Hotel Dusk“. Das 2006 für den Nintendo DS erschienene, als linearer Graphic Novel zu verstehende Adventure-Titel begeisterte mit seiner film-noir reifen, Mysterie-Elemente einsprengselnden Geschichte, seinen nicht in Oberflächlichkeiten verharrenden Charakterzeichnungen und seinem unnachahmlichen graphischen Stil, der sich in eklektizistischer Spiellaune aus mehreren künstlerischen Stilen zusammensetzt. Die dreidimensional, frei begehbare Welt vermischt sich mit den Status von unfertigen Skizzen oft nicht überschreitenden Bleischriftzeichnungen, welche das Personenkarussel gekonnt in Szene setzen. Manche Gesichtsausdrücke des Hauptprotagonisten erreichen fast schon einen ikonischen Status. Ein selbstgefälliges Grinsen. Eine leichte, typisch wirkende Neigung des Kopfes. Solche Gesten haben Wiedererkennungs- und Markenwert.

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Mrz 082010
 
Leider nur ein fiktives Königreich - CING hat Probleme
Leider nur ein fiktives Königreich - CING hat Probleme

Die Produktlinie liest sich famos: Little King’s Story, Hotel Dusk: Room 215, Another Code. Das sind nicht die einzigen qualitativ überzeugenden Spiele aus dem japanischen Hause von CING, das sich in letzter Zeit vermehrt aufgemacht hat, die Konsolen von Nintendo mit außergewöhnlichen Produkten zu verwöhnen. Das Traurige in dieser Welt ist aber, dass sich Qualität nicht immer auszahlt. Nach wenig Mut machenden Meldungen zufolge musste das talentierte Studio zum 1. März 2010 Insolvenz anmelden, da sich bis zu 2.5 Millionen US Dollar Verbindlichkeiten aufgetürmt haben.

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